Naturkatastrophe: Kolumbien ruft nach Erdbeben landesweiten Notstand aus

Datum11.08.2026 00:24

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 mit mindestens 111 Toten hat Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella den landesweiten Notstand ausgerufen. Alle staatlichen Kapazitäten werden zur Bewältigung der Katastrophe mobilisiert, wobei die Rettung von Verschütteten Priorität hat. Über 1.500 Wohnhäuser sind beschädigt, rund 60 eingestürzt. Das Beben, das stärkste seit Beginn des 21. Jahrhunderts in Kolumbien, ereignete sich im Westen des Landes. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Naturkatastrophe“. Lesen Sie jetzt „Kolumbien ruft nach Erdbeben landesweiten Notstand aus“. Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 mit mindestens 111 Toten einen landesweiten Notstand ausgerufen. Alle institutionellen Kapazitäten würden mobilisiert, um angemessen auf die Katastrophe reagieren zu können, sagte De la Espriella, der erst seit drei Tagen im Amt ist. "An erster Stelle steht die Rettung der Menschen, die unter den Trümmern begraben sind", sagte der Staatschef. Mehr als 1.500 Wohnhäuser sind den offiziellen Angaben zufolge in mehreren Städten schwer beschädigt worden, darunter in Pereira, Cali und Manizales. Rund 60 Gebäude stürzten vollständig ein. Schäden gab es zudem in 18 Krankenhäusern und 52 Schulen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht klar. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Schwerstes Erdbeben des Jahrhunderts in Kolumbien Das Epizentrum des Erdbebens lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó im Westen des südamerikanischen Landes. "Es handelt sich um das stärkste Erdbeben, das im 21. Jahrhundert in Kolumbien registriert wurde", teilte der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mit. Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit in rund 103 Kilometern Tiefe, wie der Geologische Dienst auf Basis aktualisierter Daten mitteilte. Zuvor war eine Tiefe von 96 Kilometern angegeben worden. Im Anschluss wurden zahlreiche Nachbeben registriert. © dpa-infocom, dpa:260810-930-511263/1