Datum11.08.2026 00:15
Quellewww.zeit.de
TLDRBodo Ramelow, Vizepräsident des Bundestages und ehemaliger Ministerpräsident Thüringens, spricht sich für eine Zusammenarbeit von Linken und CDU in Sachsen-Anhalt aus, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Er kritisiert die CDU für mangelnde Gesprächsbereitschaft über Parteigrenzen hinweg. Ramelow verweist auf die bestehende Kooperation von Linken und CDU in Thüringen, die aufgrund der Ablehnung der AfD durch alle Parteien notwendig sei. Zudem distanziert er sich von Äußerungen seiner Parteikollegin Ines Schwerdtner bezüglich Vergesellschaftungen in Berlin, da solche Aussagen vor Wahlen unangebracht seien.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wahlen“. Lesen Sie jetzt „Ramelow für Zusammenarbeit Linke und CDU in Sachsen-Anhalt“. Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat für eine Kooperation von CDU und Linke plädiert, um eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhindern. "Wer Schaden vom Land Sachsen-Anhalt abwenden will, der muss also in der Lage sein, über Parteigrenzen hinweg miteinander zu reden", sagte Ramelow dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Es ist die CDU, die rumeiert, statt zu sagen: Wir arbeiten bei Themen zusammen, bei denen wir zusammenarbeiten können." Ramelow ist heute Vizepräsident des Bundestages. In Thüringen gibt es eine Zusammenarbeit zwischen Linke und CDU seit Jahren - die Mehrheitsverhältnisse im Landtag erfordern es, weil alle Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. Ramelow distanzierte sich im Gespräch mit dem RND von Äußerungen der Co-Parteichefin Ines Schwerdtner, die dem "Stern" gesagt hatte, mit der Berliner Linken in der Regierung werde es Vergesellschaftungen geben. Parteivorsitzende sollten sich vor Wahlen zurückhaltend zu landespolitischen Themen äußern, mahnte Ramelow. "So fand ich die Äußerung von Ines Schwerdtner zur Enteignung von Wohnungsgesellschaften als Bedingung für eine Koalition in Berlin nicht sehr hilfreich." © dpa-infocom, dpa:260810-930-511255/1