Künstliche Intelligenz: Nvidia und Wall Street sammeln halbe Billion Dollar für KI

Datum10.08.2026 23:18

Quellewww.zeit.de

TLDRNvidia und Finanzgiganten wie Goldman Sachs, Apollo, Blackrock und KKR planen die Mobilisierung von mindestens 500 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur. Ziel ist es, Investorengelder für den Ausbau von Rechenzentren mit Nvidias KI-Chips zu gewinnen. Diese sollen unter anderem KI-Laboren und Start-ups zugutekommen. Der Bedarf an KI-Rechenzentren wird als riesig eingeschätzt, was die Computer-Kapazität zu einer wichtigen Investment-Kategorie machen könnte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Künstliche Intelligenz“. Lesen Sie jetzt „Nvidia und Wall Street sammeln halbe Billion Dollar für KI“. Der Chipkonzern Nvidia und Finanz-Schwergewichte der Wall Street wollen mindestens eine halbe Billion Dollar für Investitionen in KI-Infrastruktur mobilisieren. Zum Projekt gehört, in großem Stil Investorengelder für Fonds zum Ausbau von Rechenzentren mit Chipsystemen von Nvidia anzulocken. An der Partnerschaft beteiligen sich unter anderem Goldman Sachs sowie die Investmentfirmen Apollo, Blackrock und KKR. Es gab zunächst keine Angaben dazu, in welchem Zeitraum die mehr als 500 Milliarden Dollar (433 Mrd. Euro) gesammelt werden sollen. Nvidia ist der mit Abstand führende Anbieter von Chipsystemen für Training und Betrieb Künstlicher Intelligenz. Vor allem Cloud-Schwergewichte wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken gerade hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren. Von den neuen Fonds sollen unter anderem KI-Labore und Start-ups profitieren, sagte Nvidia-Chef Jensen Huang im US-Wirtschaftssender CNBC. Nvidia kaufte sich in den vergangenen Monaten zum Teil selbst bei KI-Firmen ein, die im Gegenzug die Erlöse in Technik des Chipkonzerns investieren. Diese Kreislauf-Deals wurden am Markt zum Teil mit Sorge betrachtet. Huang verwies darauf, dass man beim Aufbau von Rechenzentren pro Gigawatt Stromverbrauch etwa 50 bis 60 Milliarden Dollar ausgeben müsse. Blackrock-Chef Larry Fink betonte, dass allein die USA nach aktuellen Schätzungen KI-Rechenzentren mit einer Leistung von mehr als 70 Gigawatt brauchen würden. Goldman-Sachs-Chef David Solomon räumte ein, dass es im KI-Wettbewerb Gewinner und Verlierer geben werde. Die Partner gehen aber davon aus, dass sich Computer-Kapazität als Investment-Kategorie durchsetzen werde. © dpa-infocom, dpa:260810-930-511190/1