Datum10.08.2026 21:22
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump fordert von Iran Entschädigungszahlungen für Opfer iranischer Gewalt und deren Angehörige, auch für Schäden im Nahen Osten. Er macht dies zur Bedingung für künftige Verhandlungen. Trump nennt auch den Anschlag auf die "USS Cole" und Unruhen im Libanon, Syrien, Jemen und Gaza als Beispiele, für die Iran zahlen solle. Dies ist eine Reaktion auf ähnliche Forderungen Irans nach Zugeständnissen der USA, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
InhaltUS-Präsident Donald Trump knüpft Verhandlungen mit Iran an Entschädigungszahlungen. Teheran solle Opfer iranischer Gewalt und deren Angehörige entschädigen – auch für Schäden in Nahost. Nach der Führung in Teheran macht nun auch US-Präsident Donald Trump Entschädigungszahlungen zur Bedingung für künftige Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts mit Iran. Iran solle für alle Menschen zahlen, die in der Vergangenheit von iranischer Seite schwer verletzt oder getötet worden seien. Zudem sollten die Familien von Demonstranten entschädigt werden, die die iranische Führung in den vergangenen 50 Jahren getötet habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Unter anderem machte Trump Iran auch für den Anschlag auf den amerikanischen Zerstörer "USS Cole" im Jahr 2000 verantwortlich. Daher müsse Teheran die Angehörigen der Opfer entschädigen. Nach Ermittlungen des FBI hatten Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida den Anschlag geplant und ausgeführt. In einem weiteren Beitrag forderte Trump, Iran solle ebenfalls für die Schäden und Tötungen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza "verantwortlich gemacht" werden. "Ich habe meine Vertreter angewiesen, diesen Punkt nachdrücklich in alle künftigen Verhandlungen einzubringen", betonte der US-Präsident mit Blick auf seine Entschädigungsforderungen. Der Republikaner machte keine genauen Angaben zur Höhe der Forderungen. Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat Irans iranischen Medienberichten zufolge die Wiedereröffnung der blockierten Straße von Hormus an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten geknüpft. Neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen die Islamische Republik, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region forderte Teheran unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden. Der Nationale Sicherheitsrat gilt als ein zentrales Entscheidungs- und Koordinierungsgremium der iranischen Außen- und Sicherheitspolitik. Seine Beschlüsse werden erst nach Bestätigung durch den obersten Führer Mojtaba Khamenei wirksam. Die Forderungen hatte Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt.