Datum10.08.2026 20:28
Quellewww.zeit.de
TLDRWaldbrände in Hessen und Bayern fordern die Feuerwehr. Bei Rodenbach (Hessen) unterstützen bayerische Hubschrauber die Löscharbeiten, der Rauch zieht nach Bayern. In der Oberpfalz halfen Landwirte mit Güllefässern, ein Feuer zu löschen. Ein weiterer großer Brand im Landkreis Amberg-Sulzbach ist unter Kontrolle. Die Bevölkerung wird zur Vorsicht und zum Schließen von Fenstern und Türen aufgefordert.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Brände“. Lesen Sie jetzt „Waldbrände: Rauch aus Hessen und Löschhilfe aus Güllefässern“. Waldbrände haben erneut in verschiedenen Gegenden die Feuerwehr in Atem gehalten. Ein Feuer bei Rodenbach im hessischen Main-Kinzig-Kreis beschäftigt auch Einsatzkräfte in Bayern, laut Polizeipräsidium Würzburg half ein Polizeihubschrauber aus Bayern beim Löschen im Nachbarland. Der Rauch zog auch hinüber in den Freistaat: Die Anwohner im Stadtgebiet von Alzenau (Kreis Aschaffenburg) wurden gebeten, Fenster und Türen wegen des Rauchs geschlossen zu halten. Ein Waldbrand nordöstlich des Schnaittenbacher Ortsteils Holzhammer in der Oberpfalz konnte hingegen rasch gelöscht werden - unter anderem mit Unterstützung von Landwirten, die mit Güllefässern voll Wasser anrückten. Es hätten mehr als 1.000 Quadratmeter Wald gebrannt, sagte Polizeisprecher Dominik Lehmeier. Nun gebe es noch Nachlöscharbeiten an der Brandstelle. Zwischenzeitlich habe es dramatisch ausgesehen, weil Wind das Feuer weiter anfachte und die Flammen weiter in Richtung der Ortschaft trieb. Die Feuerwehr habe sich zunächst auf diese Feuerfront konzentriert. Dann hätten Bauern die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern unterstützt. So habe der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Bei dem Brand bei Rodenbach im hessischen Main-Kinzig-Kreis gehen die Einsatzkräfte nach Angaben eines Polizeisprechers von mehreren Brandherden aus. Die Ausdehnung des Feuers im direkten Grenzgebiet zu Unterfranken sei noch nicht abschätzbar. Auch wie der Brand ausgelöst wurde, war zunächst unklar. Örtlich könne auch Brandasche herabregnen, hieß es. Über Katwarn hatte die integrierte Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises die Bevölkerung wegen des Feuers gewarnt. Auch hier wurden die Menschen aufgefordert, das betroffene Gebiet möglichst zu meiden, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Zudem sollten die Zugangswege zu der Brandstelle freigehalten werden. Bei dem Feuer in der Oberpfalz waren rund 160 Kräfte im Einsatz, darunter rund 120 Feuerwehrleute. Ein Feuerwehrmann sei leicht verletzt worden, er sei im unwegsamen Gelände umgeknickt, sagte Lehmeier. Auch die Bergwacht und das THW waren unterwegs, um mit Quads die Lage auf unwegsamen Waldwegen zu erkunden und Einsatzkräfte mit Wasser und Essen zu versorgen. Gerade erst war ein Waldbrand auf dem Johannisberg der Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach erfolgreich bekämpft worden. Hier brannten 6.000 Quadratmeter, noch immer gebe es Nachlöscharbeiten. Es sei einer der größten Waldbrände Nordbayerns in diesem Jahr gewesen, hieß es. © dpa-infocom, dpa:260810-930-510955/1