Hitzewelle: Deutscher springt in Brunnen in Rom - Geldstrafe

Datum10.08.2026 19:10

Quellewww.zeit.de

TLDREin 42-jähriger deutscher Tourist wurde in Rom mit einer Geldstrafe von 450 Euro belegt, nachdem er zur Abkühlung in den historischen Najaden-Brunnen gesprungen war. Das besteigen und Benutzen von Brunnen ist in Rom seit Langem verboten. Die anhaltende Hitzewelle beeinträchtigt die Stadt, obwohl kostenlose Trinkbrunnen zur Verfügung stehen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hitzewelle“. Lesen Sie jetzt „Deutscher springt in Brunnen in Rom - Geldstrafe“. Bei Temperaturen nahe der 40 Grad hat ein deutscher Urlauber in einem von Roms historischen Brunnen Abkühlung gesucht - was ihn nun teuer zu stehen kommt. Der 42 Jahre alte Mann wurde von der Polizei aus dem Najaden-Brunnen auf der Piazza della Repubblica geholt, einem zentralen Platz unweit des Hauptbahnhofs. Gegen ihn wurden 450 Euro Geldstrafe sowie ein Platzverbot verhängt.  In der italienischen Hauptstadt kommt es häufiger vor, dass Touristen - und manchmal auch Einheimische - in einen der vielen Brunnen steigen. Besonders beliebt für solche Taten ist der Trevibrunnen, der auch durch eine legendäre Badeszene von Anita Ekberg zusammen mit Marcello Mastroianni in dem Filmklassiker "La Dolce Vita" von Federico Fellini bekannt ist. Die Szene wurde allerdings nicht im Sommer gedreht, sondern im März 1959, der sehr kalt war.  In Rom ist es seit vielen Jahren durch eine Verordnung verboten, in einen der zahlreichen historischen Brunnen zu steigen oder gar darin zu baden oder zu tauchen. In der Vergangenheit kam es auch vor, dass Brunnen beschädigt wurden. Der Najaden-Brunnen (Fontana delle Naiadi) ist verhältnismäßig neu: Er wurde 1901 nach dem Modell der Belle Époque gebaut. Die Najaden sind Wassernymphen aus der griechischen Mythologie.  Zur Herkunft des Deutschen machte die Polizei keine näheren Angaben. Wegen der anhaltenden Hitzewelle schwitzen in Rom Touristen und Einheimische seit Wochen vor sich hin. In der Stadt gibt es aber zahlreiche Trinkbrunnen (Nasoni), bei denen man sich kostenlos mit Wasser versorgen kann. © dpa-infocom, dpa:260810-930-510781/1