Datum10.08.2026 16:25
Quellewww.zeit.de
TLDRKulturstaatsminister Wolfram Weimer plant eine Erhöhung der Mittel für Gedenkstätten um zehn Millionen Euro. Die Hälfte des Geldes soll in Projektförderung fließen, die andere Hälfte zur Stärkung bestehender Gedenkstätten für höhere Personal- und Sicherheitskosten. Betroffen sind unter anderem Gedenkstätten für NS- und SED-Opfer. Weimer begründet die Maßnahme mit zunehmender Desinformation und dem Verstummen von Zeitzeugen, um die Erinnerungskultur zu stärken und die Orte zu schützen. Die Pläne sind abhängig von den Haushaltsverhandlungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Geschichte und Bildung“. Lesen Sie jetzt „Weimer plant mit zehn Millionen Euro mehr für Gedenkstätten“. Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur sollen im nächsten Jahr zehn Millionen Euro zusätzlich bekommen. Dies teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit. Die Hälfte des Geldes soll für Projektförderung fließen. Die andere Hälfte soll die bereits vom Bund geförderten Gedenkstätten stärken und etwa für höhere Personalkosten und höhere Ausgaben für Sicherheit bereitstehen. Profitieren werden nach Weimers Angaben die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg, die Gedenkstätte Topographie des Terrors, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Die Ankündigung gilt allerdings nur, wenn der Entwurf zu Weimers Etat in den Haushaltsverhandlungen so durchgeht. "Gerade in einer Zeit, in der Desinformation und Geschichtsverfälschung zunehmen und die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen, braucht unsere Erinnerungskultur starke Erinnerungsorte", betonte Weimer. Und er fügte hinzu: "Wer historische Fakten leugnet oder Erinnerungsorte angreift, relativiert unsere Geschichte und diffamiert die Opfer von Gewalt und Unterdrückung. Deshalb stärken wir die Gedenkstätten nicht nur in ihrer Bildungs- und Vermittlungsarbeit, sondern unterstützen sie auch dabei, ihre Beschäftigten, ihre Besucherinnen und Besucher sowie die historischen Orte selbst wirksam zu schützen." © dpa-infocom, dpa:260810-930-510049/1