Debatte um Wasserknappheit: Wendorff will große «Wassercent»-Erhöhung nicht mitmachen

Datum10.08.2026 15:19

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff lehnt eine drastische Erhöhung des „Wassercent“ für die Landwirtschaft ab. Während eine moderate Anpassung an andere Bundesländer denkbar sei, seien sprunghafte Steigerungen von 20% oder mehr inakzeptabel. Wendorff fordert, dass die Einnahmen zweckgebunden für wasserwirtschaftliche Investitionen verwendet werden und nicht zur Haushaltskonsolidierung des Landes dienen. Agrarministerin Hanka Mittelstädt plant ein neues Wassergesetz und hält die aktuellen Wasserpreise für zu niedrig.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte um Wasserknappheit“. Lesen Sie jetzt „Wendorff will große "Wassercent"-Erhöhung nicht mitmachen“. Brandenburgs Bauernpräsident will eine deutliche Erhöhung der Wasserpreise für die Landwirtschaft nicht hinnehmen. "Derzeit liegt das Wassernutzentgelt auch im Agrarbereich bei 10 Cent pro Kubikmeter. Gegen eine moderate Anpassung auf ein wettbewerbsfähiges Niveau mit anderen Bundesländern würden wir uns nicht sperren", sagte Henrik Wendorff der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". "Was jedoch absolut nicht geht, wären drastische, sprunghafte Erhöhungen um 20 oder mehr Prozent." Es müsse zudem garantiert sein, dass dieses Geld zweckgebunden wieder in wasserwirtschaftliche Investitionen fließe und nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern im Landeshaushalt genutzt werde. "Dem Land die Möglichkeit zu geben, sich über einen Prozentsatz immer mehr Geld zu holen, erinnert an einen Selbstbedienungsladen und ist völlig inakzeptabel", sagte Bauernpräsident Wendorff der Zeitung. Agrarministerin Hanka Mittelstädt arbeitet an einem neuen Wassergesetz. Wasser sei in der jetzigen Situation noch zu günstig, sagte sie vor kurzem. © dpa-infocom, dpa:260810-930-509689/1