Folgen des Niedrigwassers: Sachsen hält am Lkw-Fahrverbot trotz Niedrigwasser fest

Datum10.08.2026 13:30

Quellewww.zeit.de

TLDRSachsen lockert das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkws wegen Niedrigwasser nicht generell, anders als andere Bundesländer. Nur für nachweislich dringende Transporte sind Einzelfallgenehmigungen möglich. Die Güterschifffahrt auf der Oberelbe ist derzeit eingestellt und Güter werden über Schiene und Straße transportiert. Sachsen verweist auf den besonderen Schutz von Sonn- und Feiertagen und plant, eine bundesweite Regelung zu prüfen, sollte diese vom Bund kommen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Folgen des Niedrigwassers“. Lesen Sie jetzt „Sachsen hält am Lkw-Fahrverbot trotz Niedrigwasser fest“. Anders als mehrere andere Bundesländer will Sachsen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen wegen des anhaltenden Niedrigwassers vorerst nicht generell lockern. Für nachweislich dringende Transporte könnten bereits heute im Einzelfall Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, teilte das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung auf Anfrage mit. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben das Fahrverbot wegen des Niedrigwassers bereits vorübergehend gelockert. Auch Baden-Württemberg will das Verbot ab dem kommenden Wochenende bis Ende September aussetzen.  Auf der Oberelbe findet derzeit keine wirtschaftliche Güterschifffahrt statt. "Das anhaltende Niedrigwasser lässt derzeit kaum noch Schiffsverkehr zu; die Güter werden aktuell weitgehend über Schiene und Straße abgewickelt, auf die sich die Häfen in der Region eingestellt haben", teilte das Ministerium mit. Eine generelle Lockerung hält Sachsen dennoch nicht für erforderlich. Das Ministerium verweist auf den besonderen verfassungsrechtlichen Schutz von Sonn- und Feiertagen und mögliche Ausnahmegenehmigungen. "Dieses Instrument ist zielgenau und ausreichend, um auf konkrete Bedarfe zu reagieren." Ob wegen des Niedrigwassers derzeit mehr solcher Genehmigungen beantragt oder erteilt werden, ist dem Ministerium nicht bekannt. Zuständig seien die unteren Straßenverkehrsbehörden. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte zuvor Sofortmaßnahmen angekündigt, um Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen aufrechtzuerhalten. "Sollte der Bund eine bundesweit abgestimmte, zeitlich befristete und verhältnismäßige Regelung auf den Weg bringen, wird Sachsen diese selbstverständlich konstruktiv prüfen", teilte das Ministerium mit. Bereits Mitte Juli hatten die Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe mitgeteilt, dass zwischen Tschechien und Magdeburg keine wirtschaftliche Güterschifffahrt möglich sei. Mit einer Besserung rechneten sie damals nicht vor September. Eine längere Phase mit ergiebigem Regen zeichnet sich zunächst nicht ab. Der Deutsche Wetterdienst erwartet nach bis zu 34 Grad zum Wochenbeginn für Dienstag bis Donnerstag überwiegend sonniges und trockenes Wetter. Am Donnerstag sind wieder bis zu 31 Grad möglich. © dpa-infocom, dpa:260810-930-508958/1