Datum10.08.2026 13:18
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD fordert einen Sonderparteitag noch in diesem Herbst, um eine neue Parteispitze zu wählen. Die AG-Vorsitzenden sehen die derzeitige Führung, bestehend aus Bärbel Bas und Lars Klingbeil, als gescheitert an. Sie begründen dies mit einer "massiven Irritation" in der Bevölkerung und der Wahrnehmung, die SPD sei keine politische Option mehr. Die Personalunion von Parteivorsitz und Ministeramt sei in der aktuellen Situation nicht tragbar.
InhaltNoch in diesem Jahr brauche es einen Wechsel an der Parteispitze, sagen die Vorsitzenden einer SPD-Arbeitsgemeinschaft. Die jetzige Führung sei gescheitert. Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD fordert einen Sonderparteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze noch in diesem Herbst. "Es gibt in der Bevölkerung eine massive Irritation hinsichtlich der Sozialdemokratie in unserem Land", sagten die AG-Vorsitzenden Mehria Ashuftah und Orkan Özdemir dem Spiegel. Die Menschen sähen die SPD nicht mehr als politische Option, das sei existenzgefährdend für die Partei, sagten Ashuftah und Özdemir. "Wir rufen die Landesverbände und den Parteivorstand auf, einen außerordentlichen Parteitag im Herbst 2026 zu initiieren." Die derzeitige SPD-Führungsstruktur mit den Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die zugleich Ministerämter bekleiden, sei "offensichtlich gescheitert". Parteivorsitz und Regierungsamt in Personalunion seien in der aktuellen Lage der Partei keine Option mehr, sagten die AG-Vorsitzenden. Bereits in den vergangenen Monaten war wiederholt kritisiert worden, dass Bas und Klingbeil wegen ihrer Regierungsämter nicht genügend Zeit für die Parteiarbeit hätten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.