Datum10.08.2026 12:29
Quellewww.zeit.de
TLDRDie GEW fordert für Niedersachsens Schulen eine "Hitzeschutz-Ampel" zur systematischen Vorbereitung auf Hitzewellen. Angesichts der zunehmenden Erwärmung von Klassenzimmern schlägt die Gewerkschaft ein Gebäudekataster zur Übersicht des Klimatisierungsbedarfs vor und fordert finanzielle Unterstützung für Kommunen. Zudem ruft die GEW zur Ermittlung des tatsächlichen Personalbedarfs auf und kritisiert die unzureichende Arbeitszeiterfassung des Landes.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor neuem Schuljahr“. Lesen Sie jetzt „Gewerkschaft fordert Hitzeschutz-Ampel für Schulen“. Niedersachsens Schulen sollten nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft GEW systematisch auf weitere Hitzewellen vorbereitet werden. In vielen Klassenzimmern sei die Klimakrise zu spüren, sagte GEW-Landeschef Stefan Störmer. Das Lernen und Arbeiten in diesen Räumen werde zunehmend schwieriger. Immer mehr Hitzefrei sei aber keine Lösung. Stattdessen brauche es eine landesweite Übersicht, welche Schulräume bereits klimatisiert sind und bei welchen es Änderungsbedarf gebe. "Eine "Hitzeschutz-Ampel" würde zur Einordnung helfen", sagte Störmer. "Bei Rot muss umgehend klimatisiert werden, bei Gelb ist es nachrangig und bei Grün nicht notwendig." Erstellen solle solch ein Gebäudekataster das Land mit Unterstützung der Kommunen. Finanzschwache Kommunen sollten zudem Unterstützung dabei bekommen, den nötigen Hitzeschutz auch umzusetzen. Mit Blick auf das neue Schuljahr rief die Gewerkschaft die rot-grüne Landesregierung dazu auf, den tatsächlichen Personalbedarf der Schulen zu ermitteln, auch wenn zunächst nicht alle dieser Stellen besetzt werden können. Es brauche einen offenen Umgang mit den Personallücken, sagte Störmer. Zum neuen Schuljahr waren dem Kultusministerium zufolge mehr als 2.000 Stellen ausgeschrieben worden. Bis Anfang Juli waren gut 75 Prozent davon besetzt worden. Die Gewerkschaft erkannte an, dass die Zahl der Schulbeschäftigten in den vergangenen Jahren sukzessive erhöht worden sei. Die GEW kündigte zudem an, ihren Mitgliedern nach den Herbstferien eine App zur Erfassung der Arbeitszeit anzubieten. Hintergrund sei, dass das Land seiner Pflicht zur Arbeitszeiterfassung in den Schulen bisher nicht vollständig nachkomme. Stattdessen versuche das Kultusministerium, Sonderregelungen für den Schulbereich zu erwirken. © dpa-infocom, dpa:260810-930-508574/1