Mann soll Mord an Döner-Imbiss-Betreiber geplant haben - Anklage

Datum10.08.2026 12:17

Quellewww.spiegel.de

TLDREin 38-jähriger Mann ist wegen des Verdachts der Planung eines Auftragsmordes an einem Döner-Imbiss-Betreiber in Göppingen angeklagt. Er wurde mit einem Sturmgewehr und einer Pistole auf dem Weg zum Tatort in einer Polizeikontrolle gestoppt. Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft ihm die Verabredung zum Mord vor. Zuvor gab es bereits einen Schusswechsel auf den Imbissbesitzer, bei dem ein Jugendlicher als mutmaßlicher Schütze angeklagt ist.

InhaltWeil er mutmaßlich vorhatte, einen Göppinger Gastronom zu töten, muss sich ein 38-Jähriger vor Gericht verantworten. Er war bereits schwer bewaffnet auf dem Weg zum Tatort, als er in eine Polizeikontrolle geriet. Er hatte ein Sturmgewehr, eine halb automatische Schusswaffe und 53 Patronen in einer Sporttasche dabei: Vor knapp einem halben Jahr wollte ein 38-jähriger Mann in Göppingen nahe Stuttgart mutmaßlich einen Auftragsmord begehen. Ziel seines Attentats soll der Inhaber eine Döner-Imbisses gewesen sein. Die Ermittler sind überzeugt: Der gebürtige Türke habe den Mann aus einem fahrenden Auto heraus ermorden wollen. Laut Anklage soll der Tatverdächtige am Abend des 13. Februar 2026 im hessischen Weilburg mit einem Fahrer in Richtung Tatort gestartet sein. Doch im letzten Moment brachte eine Polizeikontrolle den mutmaßlichen Auftragskiller aus dem Konzept: Sein Fahrer habe noch versucht, mit dem Auto zu entkommen, hieß es. Er sei aber auf der Autobahn 6 gegen eine Leitplanke gestoßen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord und des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erhoben. Laut Anklage soll sich der 38-Jährige Anfang Februar gegenüber einem Auftraggeber bereit erklärt haben, einen Mordanschlag auf den Inhaber des Göppinger Dönerimbisses zu verüben. Bislang hat sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Es war nicht der erste mutmaßliche Anschlagsversuch auf den Dönerbuden-Besitzer: Laut Staatsanwaltschaft wurde am 28. Januar auf den Mann geschossen. Ein Jugendlicher soll sich im Imbiss als privater Personenschützer des Inhabers aufgehalten und erfolglos zurückgeschossen haben. Gegen ihn wurde bereits Anklage wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erhoben.