Datum10.08.2026 12:02
Quellewww.spiegel.de
TLDRBaden-Württemberg setzt das Lkw-Sonntagsfahrverbot aus, um Lieferengpässe aufgrund von Niedrigwasser auf Wasserstraßen zu mildern. Die Regelung soll ab kommendem Wochenende bis Ende September gelten. Ziel ist es, den Lkw-Verkehr flexibler zu gestalten und Engpässe zu reduzieren. Mehrere andere Bundesländer haben bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen. Der Bundesverkehrsminister kündigte ebenfalls Sofortmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Binnenschifffahrt an.
InhaltAuf wichtigen Wasserstraßen sind die Pegel niedrig, das hat auch Folgen für den Straßenverkehr. Einige Bundesländer haben das Fahrverbot für Lkw an Sonntagen bereits ausgesetzt, Baden-Württemberg zieht nun nach. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers auf den Wasserstraßen will auch Baden-Württemberg das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aussetzen. Geplant sei dies ab dem kommenden Wochenende und bis Ende September, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums auf Anfrage. Die genauen Regelungen würden noch erstellt. "Wir müssen in dieser schwierigen Situation jede Maßnahme ergreifen, die Lieferengpässe reduziert oder vermeidet", teilte die Verkehrsministerin des Landes, Nicole Razavi (CDU), mit. "Zwar werden wir allein dadurch das Problem nicht lösen, aber wenn wir es dadurch verkleinern und den Lkw-Verkehr entzerren und flexibler gestalten können, ist schon einiges gewonnen", so Razavi. Mehrere Bundesländer hatten das Fahrverbot bereits vorübergehend aufgehoben. Dazu zählen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz sowie das Saarland. Bei einem Spitzentreffen mit Wirtschaftsverbänden und Unternehmen hatte der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) am Donnerstag in Bonn mehrere Sofortmaßnahmen angekündigt, um Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen wie Rhein, Donau und Elbe aufrechtzuerhalten. So wollte er etwa mit den Ländern über Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw für besonders betroffene Güter sprechen. Das dramatische Niedrigwasser am Rhein bedroht die Binnenschifffahrt – und damit wichtige deutsche Industriezweige. Einige Politiker fordern, Fahrrinnen schnellstmöglich zu vertiefen. Die Idee hat aber einen Haken. Lesen Sie hier mehr zur Schifffahrt in der Dürre.