Datum10.08.2026 10:16
Quellewww.zeit.de
TLDRWegen anhaltender Trockenheit wurde für Bio-Bauern in Baden-Württemberg der Katastrophenfall im Sinne des europäischen Ökorechts ausgerufen. Sie dürfen nun unter Auflagen konventionelles Futter kaufen, um den akuten Futtermangel zu beheben. Betroffen sind vor allem Heu, Silage und Feldfutter. Landwirte können Unterstützung beantragen. Weitere Hilfsmaßnahmen, wie die Nutzung von Brachflächen für Futteranbau und die Prüfung von Transportkostenzuschüssen, sind in Vorbereitung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Folgen der Trockenheit“. Lesen Sie jetzt „Futtermangel: Katastrophenfall für Bio-Bauern ausgerufen“. Nach wochenlanger Trockenheit wird der Futtermangel für viele Landwirte zum drängenden Problem. In einem ersten Schritt hat das Land deshalb für Bio-Bauern den Katastrophenfall im Sinne des europäischen Ökorechts ausgerufen. Bio-Höfe dürfen nun unter bestimmten Voraussetzungen auch konventionelles Grünland- und Ackerfutter kaufen, wie das Ministerium mitteilte. Betroffen sind vor allem Raufutter wie Heu und Silage sowie Feldfutter wie Ackergras und Klee. Die Regelung gilt bereits seit Freitag. Wer Futter zukaufen muss, kann bei der zuständigen Öko-Behörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe einen Antrag stellen. Zuvor hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg gab es zuletzt 4780 ökologisch wirtschaftende Betriebe in Baden-Württemberg (Stand 2023). Das entspricht einem Anteil von 14,6 Prozent der Betriebe. Das Ministerium bereitet weitere Schritte vor, um den Landwirten unter die Arme zu greifen. So könnten nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU) Brachflächen vorübergehend für den Futteranbau genutzt werden. Zudem prüft das Ministerium, ob die Betriebe bei Transport- und Beschaffungskosten unterstützt werden können. © dpa-infocom, dpa:260810-930-507798/1