Gewaltkriminalität: Schusswaffen-Gewalt: GdP setzt auf neue digitale Technik

Datum10.08.2026 09:27

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor steigender Schusswaffen-Gewalt in Berlin und fordert neue digitale Sicherheitstechniken, wie sie bereits in London eingesetzt werden. GdP-Chef Stephan Weh betont die Notwendigkeit moderner Überwachung und Gesichtserkennung, um die innere Sicherheit zu erhöhen. Er kritisiert, dass die aktuelle Gesetzgebung möglicherweise nicht ausreicht. Neben technischer Nachrüstungen fordert die GdP auch eine konsequente Strafverfolgung und spürbare Konsequenzen für Täter, um die Gewalt einzudämmen. Aktuelle Vorfälle am Bahnhof Zoo und in Kreuzberg unterstreichen die Dringlichkeit des Anliegens.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gewaltkriminalität“. Lesen Sie jetzt „Schusswaffen-Gewalt: GdP setzt auf neue digitale Technik“. Mehrere Tage in Folge Schüsse auf Berlins Straßen: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor einer besorgniserregenden Entwicklung und fordert neue digitale Instrumente für die innere Sicherheit. "Wer eine Schusswaffe mit sich führt und bereit ist, sie einzusetzen, stellt eine erhebliche Gefahr für die gesamte Gesellschaft dar. Berlin darf sich an solche Bilder und Meldungen niemals gewöhnen", sagte der GdP-Landesvorsitzende Stephan Weh. Er verwies auf neue digitale Möglichkeiten, die bereits im Ausland angewendet würden. "Wir müssen uns ganz offen die Frage stellen, ob die jetzigen gesetzlichen Möglichkeiten überhaupt Einfluss auf solche Taten nehmen können. Andere europäische Metropolen wie London machen es uns vor." Dort sei die innere Sicherheit bereits ins digitale Zeitalter überführt und auch der Datenschutz werde moderner gedacht.  Die Polizei in London setzt unter anderem auf Überwachungskameras und hat auch bereits eine automatische Gesichtserkennung eingesetzt.  Weh sagte weiter zur Zunahme der Gewaltkriminalität mit Schusswaffen in der Hauptstadt: "Polizei allein kann dieses Problem nicht lösen. Wir brauchen eine konsequente Strafverfolgung, spürbare Konsequenzen für diejenigen, die meinen, ihre Konflikte mit Schusswaffen auf Berlins Straßen austragen zu können." In der Nacht wurde ein 30-Jähriger bei einem Streit zwischen mehreren Personen am Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg angeschossen und tödlich verletzt. Eine Mordkommission ermittelt. Am Wochenende gab es weitere Gewaltvorfälle mit Schusswaffengebrauch. Am Freitagabend wurde ein 22-jähriger Mann vor einem Café in Berlin-Kreuzberg angeschossen. © dpa-infocom, dpa:260810-930-507611/1