Datum10.08.2026 08:24
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt warnt vor einer baldigen Nichtbefahrbarkeit des Rheins wegen anhaltenden Niedrigwassers. An Pegel Kaub wird ein einstelliger Wert erwartet, was gewerblichen Gütertransport sowie Ausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt unmöglich macht. Der Rhein wäre damit zweigeteilt. Während Verbindungen zwischen ARA-Häfen und NRW/Köln bestehen bleiben, sind südlichere Abschnitte auf Nebenflüsse beschränkt. Das Niedrigwasser belastet die Wirtschaft durch geringere Ladekapazitäten und steigende Transportkosten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Niedrigwasser“. Lesen Sie jetzt „Verband warnt: Rhein bald nicht mehr durchgängig befahrbar“. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers schlagen die Binnenschifffahrer Alarm. An dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub werde im Laufe der Woche erstmals ein nur noch einstelliger Wert erwartet, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Jens Schwanen, der "Rheinischen Post". Die gewerbliche Schifffahrt werde bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gelte für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt, warnte er. "Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt", sagte Schwanen. Zwischen den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln könne der Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet weiterhin stattfinden. Weiter südlich gebe es Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel und Main sowie auf dem Main-Donau-Kanal. Das Niedrigwasser belastet die deutsche Wirtschaft bereits seit Wochen. Schiffe können bei geringen Pegelständen weniger Ladung aufnehmen, wodurch Transportkosten steigen und Lieferketten unter Druck geraten. © dpa-infocom, dpa:260810-930-507403/1