Nepal: Leichen von deutschem Bergsteiger und vier Vermissten geborgen

Datum09.08.2026 20:04

Quellewww.spiegel.de

TLDRNeun Monate nach einem Lawinenunglück in Nepal wurden die Leichen von fünf Bergsteigern geborgen, darunter ein Deutscher, zwei Italiener sowie je ein Bergsteiger aus Frankreich und Kanada. Sie waren im November 2025 am Berg Yalung Ri ums Leben gekommen. Die Bergung gelang, da der Schnee geschmolzen war. Lawinen sind eine häufige Todesursache im Himalaya, wo jährlich Tausende Bergsteiger unterwegs sind.

InhaltIm November vergangenen Jahres kamen sie durch eine Lawine in Nepal ums Leben. Nun konnten die Leichen von fünf Bergsteigern, darunter ein Deutscher, vom Unglücksort geholt werden. In Nepal sind die Leichen eines deutschen Bergsteigers und vier weiterer Vermisster geborgen worden. "Alle fünf Leichen wurden heute Morgen von einem Hubschrauber und unserem Rettungsteam geborgen", sagte der Leiter des Expeditionsunternehmens Dreamers Destination, Phurba Tenjing Sherpa, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Bergung gelang neun Monate nach dem Lawinenunglück, bei dem die Bergsteiger uns Leben kamen. Die fünf Toten, neben dem Deutschen zwei Italiener und jeweils ein Kletterer aus Frankreich und Kanada, waren am Samstag entdeckt worden. Die Bergsteiger waren im November 2025 an den unteren Hängen des 5.630 Meter hohen Bergs Yalung Ri nahe der Grenze zu Tibet von einer Lawine erfasst worden. Nach dem Unglück suchten Rettungsmannschaften zunächst vergeblich nach den Vermissten. Die Leichen seien unter einer dicken Schneeschicht begraben gewesen, sagte Sherpa. Eine neue Suchaktion sei nun erfolgreich gewesen, "weil der Schnee diesmal geschmolzen war". Die Bergung hatte sich zunächst wegen schlechten Wetters verzögert. Sobald sich das Wetter bessert, sollen die Toten nach Kathmandu geflogen werden, wie der Polizeivertreter Manoj Kumar Lama sagte. In Nepal befinden sich acht der zehn höchsten Berge der Welt, darunter der Mount Everest. Die Gipfel des Himalaja ziehen jedes Jahr tausende Bergsteiger und Wanderer an. Nach Angaben des Expeditionsarchivs Himalayan Database kamen seit 1950 mehr als tausend Menschen auf den Gipfeln des Landes ums Leben. Fast ein Drittel der Todesfälle wurde durch Lawinen verursacht.