Datum09.08.2026 17:36
Quellewww.spiegel.de
TLDRRussische Drohnenangriffe forderten in Charkiw mindestens ein Todesopfer und 37 Verletzte. Ein Wohnhaus wurde getroffen. In Saporischschja starb ein Feuerwehrmann bei erneuten russischen Beschüssen während Rettungsarbeiten. Das russische Militär meldete Drohnenangriffe auf das ukrainische Schienennetz, was von ukrainischer Seite nicht bestätigt wurde.
InhaltIm Krieg gegen die Ukraine griffen russische Drohnen die Stadt Charkiw an. Mindestens eine Person starb dabei. In Saporischschja wurden ukrainische Feuerwehrleute bei Rettungsarbeiten beschossen. Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 37 Bewohner seien bei der Attacke verletzt worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Bei dem Angriff sei ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern unter den Trümmern dauerte an. In der Region Saporischschja starb außerdem ein Feuerwehrmann bei russischem Beschuss. Der Mann hatte mit Kollegen nach einem nächtlichen Artillerieüberfall russischer Militärs in den Trümmern nach möglichen Opfern gesucht, als der Trupp in einen neuen Angriff geriet, wie Innenminister Iwan Wychiwskyj auf Telegram mitteilte. Das russische Militär berichtete unterdessen von Drohnenangriffen auf das Schienennetz der ukrainischen Eisenbahn in der Umgebung von Charkiw, Dnipro und Sumy. Bei den Attacken seien auch Lokomotiven und Waggons getroffen und beschädigt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Die ukrainische Seite äußerte sich nicht. In der vergangenen Woche trafen russische Raketen bereits Logistik- und Verteilzentren in der Ukraine. Beschädigt wurden dabei auch Lager, die deutsche Unternehmen nutzen: So wurde bei einem Raketenangriff in Kyjiw ein Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly getroffen. Verletzt wurde niemand, wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher berichtet. Russland führt seit fast viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In jüngster Zeit greifen die russischen Streitkräfte überwiegend zivile Ziele im Nachbarland an. Der Ukrainer Oleksij Jukow widmete sein Leben der Suche nach getöteten Soldaten. Das machte ihn in der ganzen Ukraine bekannt. Wie bei einer Trauerfeier in Kyjiw das Land nun Abschied von ihm genommen hat, lesen Sie hier.