Datum09.08.2026 16:41
Quellewww.spiegel.de
TLDRBeim WNBA-Spiel zwischen Indiana Fever und Chicago Sky foulte DiJonai Carrington Sophie Cunningham hart am Hals. Carrington wurde des Feldes verwiesen, während Cunningham, die zurückschubste, ungestraft blieb. Carrington beklagte daraufhin öffentlich "White Privilege", was Cunningham zurückwies. Ein ähnlicher Vorfall mit Cunningham im Vorjahr führte ebenfalls zu einem Platzverweis für sie.
InhaltBasketballstar Sophie Cunningham wurde von ihrer Gegnerin DiJonai Carrington mit einem Schlag an den Hals zu Boden gebracht. Carrington musste vom Platz und sorgte mit einem Social-Media-Beitrag für Aufsehen. Ein hartes Foul und die Reaktion der Übeltäterin sorgen für Aufsehen in der US-Basketballliga WNBA. In der Nacht zum Sonntag war Sophie Cunningham von den Indiana Fever zu einem sogenannten Fastbreak-Layup (im Grunde ein Konter) zum Korb hochgestiegen. Chicago-Sky-Gegnerin DiJonai Carrington kam von hinten, traf Cunningham mit ihrem Arm im Gesicht und am Hals und brachte sie zu Fall. Cunningham stand auf, stürmte auf Carrington zu, schubste sie und musste von ihren Mitspielerinnen zurückgehalten werden. Die Referees entschieden, dass es sich bei dem Einsatz von Carrington um ein sogenanntes "Flagrant 2-Foul " handelte, ein unnötiger und übermäßiger körperlicher Kontakt mit der Gegnerin. Die Sky-Spielerin Carrington wurde des Feldes verwiesen und durfte nicht mehr mitspielen, Cunninghams Schubser wurde hingegen nicht bestraft, da die Schiedsrichter ihre Reaktion angesichts der Heftigkeit der Aktion Carringtons für akzeptabel hielten . Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Nach dem Foul entspann sich eine Debatte über die Frage, ob Carrington Cunningham absichtlich geschlagen habe. Die Gefoulte war "absolut" überzeugt davon, auch viele Beobachter sahen in der Bewegung alle Grundlagen für einen Platzverweis gegeben . "Ich habe noch nie wirklich mit ihr gesprochen und habe nichts gegen sie, aber ich schätze, sie hat einiges aufgestaut", sagte Cunningham. Fever-Trainerin Stephanie White sah das hingegen anders. "Es war ein hartes Foul", sagte White. "Ich glaube nicht, dass DiJonai absichtlich so auf sie zuging, um sie am Hals zu treffen, wie sie es getan hat." Doch es sei nun mal geschehen und White fand, dass die Entscheidung der Schiedsrichter die richtige gewesen sei. Mit dem Platzverweis war die Sache allerdings noch nicht beendet. Carrington war offensichtlich nicht mit der Entscheidung der Referees einverstanden. Wenige Minuten nach der Entscheidung postete sie "White Privilege" in Kombination mit dem Account der Indiana Fevers in einem sozialen Netzwerk und deutete an, dass die Schiedsrichterentscheidung etwas mit der Hautfarbe zu tun gehabt habe. Eine Begründung für den Vorwurf gab Carrington nicht. Sky-Trainer Tyler Marsh hatte das Foul noch nicht in der Wiederholung gesehen, als er Fragen beantwortete. Seine erste Einschätzung sei gewesen, dass Carrington in der Szene den Ball spielen wollte und er nicht fand, dass der Rauswurf hätte sein müssen. Auf Carringtons Social-Media-Beitrag angesprochen, sagte er: "Davon höre ich gerade erst jetzt. Wir werden uns darum kümmern." Auch Cunningham äußerte sich zu dem Vorwurf: "Ich denke, die Liga kümmert sich darum", sagte sie. "Das hat nichts mit der Hautfarbe zu tun." Vergangenes Jahr habe sie dasselbe gemacht und sei vom Platz verwiesen worden. "Und ich habe es verdient, vom Platz verwiesen zu werden", sagte Cunningham. "Es gibt überhaupt keinen Grund, diese Karte auszuspielen." Tatsächlich hatte Cunningham im Spiel der Fever gegen Connecticut Sun im Juni des vergangenen Jahres ihre Gegnerin Jacy Sheldon mit dem Arm um den Hals in Wrestling-Manier zu Boden gebracht, danach brach ein Gerangel zwischen den Spielerinnen aus. Viele sahen es als Revanche-Foul , weil Sheldon zuvor Fever-Star Caitlin Clark einen Finger ins Auge gerammt hatte. Cunningham wurde damals vom Platz gestellt, ebenso wie Sheldon und Sun-Guard Lindsay Allen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.