Datum28.11.2025 12:35
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Düsseldorf detonierte ein Sprengsatz vor einem Mehrfamilienhaus, was die Ermittler auf ein Verbrechen schließen lässt. Es wurde erheblicher Sachschaden verursacht, jedoch blieben Personen unverletzt. Die Ermittlungen richten sich gegen Unbekannt wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, während ein möglicher Zusammenhang zu einer Explosionsserie im vergangenen Jahr untersucht wird. Anwohner berichteten von einem lauten Knall, und Feuerwehrleute evakuierten Bewohner. Die Hintergründe und Zielrichtung der Attacke sind bislang unklar.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Detonation“. Lesen Sie jetzt „Explosion in Düsseldorf: Ermittler finden Sprengsatz-Spuren“. Nach der Explosion am Eingang eines Düsseldorfer Mehrfamilienhauses gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus. Untersuchungen hätten ergeben, dass dort ein Sprengsatz detoniert sei, sagte die ermittelnde Staatsanwältin Janne Jakobek. Die genauere Untersuchung der Spuren werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ob ein Zusammenhang zur Explosionsserie aus dem vergangenen Jahr besteht, werde geprüft. Ermittelt werde derzeit gegen Unbekannt wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Möglicherweise sei die Tat zumindest teilweise von einer Videokamera aufgezeichnet worden. Dies werde noch geprüft. Gegen wen sich die Sprengattacke gerichtet haben könnte, ob gegen den Besitzer des Hauses oder einen der Bewohner, darüber gebe es bislang nur Mutmaßungen. Die Detonation hatte in der Nacht zum Donnerstag erheblichen Sachschaden angerichtet. Neben dem Haus wurden auch mehrere parkende Autos beschädigt. An der gegenüberliegenden Häuserzeile ging eine Schaufensterscheibe zu Bruch. Menschen wurden nicht verletzt. Anwohner waren um kurz nach 4.00 Uhr von einem lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden und hatten den Notruf gewählt. Weil ein Teil des Treppenhauses wegen herumliegender Trümmerteile nicht begehbar war, hatten Feuerwehrleute zehn Hausbewohner über Drehleitern in Sicherheit gebracht. Sieben Bewohner waren vorübergehend in einer städtischen Notunterkunft untergebracht worden. Das Haus erwies sich nach einer statischen Prüfing aber nicht als einsturzgefährdet. Im vergangenen Jahr war das Rheinland von einer Explosionsserie mit 22 Tatorten heimgesucht worden. Die meisten Explosionen fanden in Köln und Umgebung statt. Explosionen gab es aber auch in Düsseldorf und Duisburg. Auslöser waren nach Erkenntnissen der Ermittler Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden und der Diebstahl von rund 300 Kilogramm Cannabis aus einer Lagerhalle in Hürth bei Köln. Die Ermittlungen führten bis Januar 2025 zur Identifizierung von 35 Tatverdächtigen. © dpa-infocom, dpa:251128-930-353620/1