Datum09.08.2026 14:14
Quellewww.zeit.de
TLDRSpanien hat wegen des Migrationsstreits mit Italien erstmals Reisende aus Italien zurückgewiesen. Hintergrund ist die Aussetzung des Schengen-Abkommens und die Einführung von Grenzkontrollen durch Italien. Als Grund nannte Italien den Massenzustrom von Migranten nach Ceuta. Spanien führt nun seinerseits Kontrollen an seinen Flughäfen durch und verweigert Einreisenden aus Italien die Einreise.
InhaltNach Einführung der Grenzkontrollen haben spanische Behörden mehrere Reisende aus Italien zurückgewiesen. Zuvor hatte Italien seinerseits Kontrollen eingeführt. Im Zuge des Migrationsstreits zwischen Spanien und Italien ist es zu ersten Zurückweisungen an der spanischen Grenze gekommen. Spanische Behörden hätten zehn Reisenden aus Italien die Einreise verweigert, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Über ihre Nationalität lagen zunächst keine Angaben vor. Insgesamt wurden demnach 199 Menschen an den Flughäfen von Madrid, Barcelona, Sevilla, Bilbao, Alicante und Valencia kontrolliert. Seit Samstag gelten in Spanien vorübergehend Grenzkontrollen für Menschen, die aus Italien einreisen. Die Regierung von Pedro Sánchez reagierte damit darauf, dass Italien seinerseits am 1. August das Schengen-Abkommen ausgesetzt und Grenzkontrollen für Reisende aus Spanien eingeführt hatte. Als Grund hatte Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni den Grenzübertritt zehntausender Migranten in Ceuta benannt. Am 30. Juli waren rund 72.000 Menschen von Marokko aus auf die spanische Exklave in Nordafrika gelangt, viele von ihnen schwimmend. Nach spanischen Angaben kamen dabei 80 Menschen ums Leben, die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH geht von mindestens 141 Toten aus. Die meisten Menschen sind mittlerweile wieder ausgereist. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.