Fußball: «Die können das»: Sander mahnt trotz Klatsche zur Ruhe

Datum09.08.2026 10:13

Quellewww.zeit.de

TLDRSportdirektor Jaekel und Trainer Sander mahnen nach einer 1:6-Klatsche zur Ruhe. Beide räumen eine mutlose Leistung ein und suchen Erklärungen in der Erwartungshaltung. Trotz der brutalen Fehlpässe und des gescheiterten Ballbesitzspiels zeigen sich alle überzeugt vom eingeschlagenen Weg und lehnen personelle Konsequenzen ab. Man will die Saison in Osnabrück neu eröffnen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball“. Lesen Sie jetzt „"Die können das": Sander mahnt trotz Klatsche zur Ruhe“. Dass Peer Jaekel der erste Magdeburger war, der sich nach dem 1:6-Debakel zum Auftakt gegen Eintracht Braunschweig in der Mixed Zone stellte, hatte Symbolkraft. Da stellt sich ein Sportdirektor nicht nur vor Mannschaft und Trainer, sondern will auch aufkeimende Diskussionen um Personal, Spielweise und Einstellung im Keim ersticken - so der Eindruck.  "Wenn man die ersten 90 Minuten einer Saison nimmt, hätte man schlechter nicht starten können. Die ersten 30 Minuten bis zur Roten Karte waren für mich schlimmer als das danach", setzte Jaekel an - um dann zuzugeben, dass er keine Erklärung für die mutlose Leistung habe, die das Team gezeigt hatte.  Weiter war da schon Trainer Petrik Sander auf der Pressekonferenz. Er begann mit einer Entschuldigung für die Leistung - ungewöhnlich genug - und legte dann gnadenlos den Finger in die Wunde: "Wir haben von der ersten Minute an verunsichert gewirkt. Ich kenne keinen Grund - habe aber eine Vermutung. Ich glaube, dass der ein oder andere im Kopf eine andere Erwartungshaltung hatte und dann so bitterbös gelandet ist." Sportdirektor, Trainer und Spieler betonten allerdings unisono auch, es sei wichtig, jetzt nicht alles "schwarzzumalen. Wir sind überzeugt von unserem Weg". Einzelne Positionsgruppen wollte Jaekel weder hervorheben noch ausnehmen aus dem katastrophalen Auftritt. Magdeburg kam zu keinem Zeitpunkt zu seinem Ballbesitzspiel, spielte im Gegenteil immer wieder eklatante Fehlpässe, die die Braunschweiger brutal effizient ausnutzten.  "Es kommt jetzt darauf an, wie man mit der Situation umgeht. Das gilt es für uns die Woche zu tun, damit wir in Osnabrück für uns die Saison vielleicht noch mal neu eröffnen", erklärte Vize-Kapitän Tobias Müller. Man müsse das schnell verarbeiten, sonst könne so ein Spiel eine Mannschaft auch brechen.  Gerade mit dem schlechten Start in der Vorsaison, den einige Magdeburger noch im Hinterkopf haben, müssen die Elbestädter bis zum ersten Auswärtsauftritt in Osnabrück dringend Mut, Präzision und Tempo wiederfinden. Umfangreiche personelle Konsequenzen lehnte Sander ab: "Wir haben dieses Personal und die können das. Die Jungs haben es doch gezeigt." © dpa-infocom, dpa:260809-930-504168/1