Pilzesammeln: Kaum Pilze momentan – Sammler hoffen auf Regen

Datum08.08.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRPilzsammler in Baden-Württemberg sind frustriert: Aufgrund anhaltender Trockenheit und großer Temperaturschwankungen gibt es kaum Speisepilze. Experten berichten von ausgetrockneten oder verformten Exemplaren. Üblicherweise zu dieser Jahreszeit erwartete Arten wie Sommersteinpilze und Pfifferlinge fehlen. Die Saison begann letztes Jahr ebenfalls spät. Nur ausreichender Regen könnte die Pilzjahreszeit noch retten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pilzesammeln“. Lesen Sie jetzt „Kaum Pilze momentan – Sammler hoffen auf Regen“. Für Pilze ist es in Baden-Württemberg derzeit zu trocken. "Das Wasser fehlt schlichtweg", erklärte Lothar Krieglsteiner von der Pilzschule Schwäbischer Wald in Ruppertshofen. Deshalb finde man momentan kaum Pilze. Zudem gebe es ungünstig große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Diese Schwankungen beeinträchtigten die Bildung der Fruchtkörper, sagte Krieglsteiner. Karl-Heinz Johe, der Pilzfachbeauftragte des Naturschutzbundes (Nabu) im Südwesten, berichtete von sichtbaren Schäden bei von ihm gefundenen Pilzen. Sie seien vertrocknet oder verformt gewesen. Zu dieser Jahreszeit sind eigentlich Sommersteinpilze zu erwarten, bald auch Pfifferlinge und verschiedene Röhrlinge, wie die Pilzsachverständige Annika Repitsch aus dem Raum Karlsruhe erläuterte. Doch typische Sammelpilze haben weder Repitsch noch Johe bislang entdeckt.  Johe beschreibt auch seine Ausbeute an Sommerpilzen als sehr spärlich. Im Südschwarzwald hingegen hat er nach eigenen Angaben im Juni verschiedene Pilze gefunden. Ansonsten suche er vor allem im Osten Baden-Württembergs. Sollte es in nächster Zeit aber ausreichend regnen, könne es "sogar noch ein relativ passables Pilzjahr geben", sagte Johe. Dafür müsse der Boden aber mal wieder richtig durchnässt werden.  Vergangenes Jahr sah es laut Repitsch ähnlich aus. Damals sei die Saison ebenfalls erst Ende September in Gang gekommen, als es mehr geregnet habe. Entscheidend sei, wo man suche und wie viel es vor Ort geregnet habe. "Man sollte jetzt einfach mal abwarten, wie das mit dem Wetter weitergeht", sagte Johe. © dpa-infocom, dpa:260808-930-500487/1