Datum08.08.2026 01:19
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Autokino Gravenbruch veranstaltet am 29. August ein "Fahrradkino" zur Vorführung des Films "Same Sun". Dieser Dokumentarfilm begleitet die Radreise einer Frau von Deutschland nach Südafrika. Theaterleiter Heiko Desch möchte so Radfahrer ansprechen und plant, ihnen die besten Plätze zu reservieren. Neben Fahrrädern sind auch Autos weiterhin willkommen. Solche besonderen Events sind laut Desch notwendig, um Autokinos in Zeiten von Streamingdiensten attraktiv zu halten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ungewöhnliche Aktion“. Lesen Sie jetzt „Mit dem Fahrrad ins Autokino“. Mit dem Fahrrad ins Autokino? Das wird am 29. August im Autokino in Gravenbruch, einem Stadtteil von Neu-Isenburg, möglich sein. Passenderweise wird an dem Abend der Film "Same Sun" gezeigt, darin geht es um die Reise von Wiebke Lühmann, die mit ihrem Fahrrad von Deutschland nach Südafrika gefahren ist. Als er vom Inhalt des Films erfahren habe, habe er direkt daran gedacht, auch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer einzuladen, sagt Theaterleiter Heiko Desch. "Wir haben ja schon mal Motorradkino gemacht. Fahrradkino fand ich eine interessante und schöne Idee." Wie viele Menschen tatsächlich mit Fahrrädern kommen werden, sei noch völlig unklar. Aber Desch kündigte an, ihnen die besten Plätze in der ersten Reihe freizumachen: "Diese ist abgesperrt für Fahrräder". Gegen Pfand sei es möglich, Klappstühle auszuleihen. Tickets könnten regulär über die Homepage gekauft werden. Und: Selbstverständlich seien an dem Abend auch Autos willkommen. In der Reise-Dokumentation "Same Sun" wird die Fahrrad-Reise von Lühmann erzählt, die von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung gefahren ist. Lühmann selbst wird laut Desch an dem Abend ebenfalls im Autokino sein und ihren Film persönlich vorstellen. Zudem gebe es nach der Vorführung die Möglichkeit zum Austausch. Gravenbruch ist das älteste Autokino in Deutschland und wurde 1960 eröffnet, es hat Platz für rund 650 Fahrzeuge. Ende 2025 gab es laut der Filmförderungsanstalt bundesweit 15 Autokinos. In der heutigen Welt mit Netflix und Co. wirken sie fast etwas aus der Zeit gefallen. Wie bleibt man für die Besucher attraktiv? Man müsse den Leuten auch mal etwas Besonderes bieten - nur einfach den Film abspielen, das genüge heute nicht mehr, sagt Desch. Und der Theaterleiter denkt sich tatsächlich immer wieder etwas aus. Halloween sei beliebt, "weil wir unsere Mitarbeitenden als Monster herumlaufen lassen". Auch gebe es regelmäßig Tuning-Treffen. Zudem laufe etwa am 22. August der Autofilm "The Driver" und dabei werde zum Oldtimer-Treffen geladen. Und im Herbst gebe es eine Arthouse-Reihe. © dpa-infocom, dpa:260807-930-500356/1