CDU und AfD: CDU-Spitze würde AfD-Zusammenarbeit im Osten nicht dulden

Datum08.08.2026 01:05

Quellewww.zeit.de

TLDRDie CDU-Spitze hat klargestellt, dass eine Koalition mit der AfD in Sachsen-Anhalt nicht geduldet würde, trotz hoher Umfragewerte der AfD dort. Fraktionschef Thorsten Frei bezeichnete dies als grundsätzlichen Beschluss der gesamten Partei, da die AfD in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hätten Auswirkungen auf die Bundespolitik, ein Austausch des Bundeskanzlers sei jedoch ausgeschlossen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „CDU und AfD“. Lesen Sie jetzt „CDU-Spitze würde AfD-Zusammenarbeit im Osten nicht dulden“. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt würde die CDU-Führung in Berlin ihren Landesverband nicht frei über eine Koalition mit der AfD entscheiden lassen. "Die Bundespartei hält sich normalerweise aus der Regierungsbildung in den Ländern heraus. Bei dieser grundsätzlichen Frage ist aber die ganze Partei betroffen", sagte CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Frei war gefragt worden, ob die CDU in Sachsen-Anhalt standhaft bleiben werde, wenn sie nach der Wahl gemeinsam mit der AfD regieren könnte. Er betonte: "Das Kooperationsverbot mit der AfD ist ein Grundsatzbeschluss in der CDU. Es kann nicht je nach Bundesland anders beantwortet werden."  Der Verfassungsschutz hat die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Die Partei liegt in den Meinungsumfragen weit vor der CDU, die dort derzeit mit Sven Schulze den Ministerpräsidenten stellt und zusammen mit SPD und FDP regiert.  Außer in Sachsen-Anhalt werden im September auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin neue Landesparlamente gewählt. Diese Wahlen würden "ganz sicher keine Katastrophe" werden, sagte Frei. Sie hätten aber in jedem Fall Auswirkungen auf die Regierungsarbeit in Berlin. "Das betrifft uns aber alle." Einen Austausch des Bundeskanzlers wird es laut Frei nicht geben. "Friedrich Merz ist der gewählte Bundeskanzler. Er wird für die gesamte Wahlperiode im Amt bleiben." © dpa-infocom, dpa:260807-930-500343/1