Datum16.10.2025 10:57
Quellewww.zeit.de
TLDREin bei Güstrow tot aufgefundener Junge, der vermutlich der vermisste achtjährige Fabian ist, starb laut Obduktion durch Gewalt. Ermittler entdeckten Spuren eines Gewaltverbrechens am Leichnam. Fabians Verschwinden am 10. Oktober hatte eine großangelegte Polizeisuche ausgelöst. Der Körper wurde am Dienstag in der Nähe von Klein Upahl gefunden. Eine DNA-Analyse zur Identifikation des Jungen wird kurzfristig erwartet. Der Fall sorgt für große Bestürzung; Hunderte Menschen nahmen an einem Trauergottesdienst teil.
InhaltDer Leichnam eines bei Güstrow gefundenen Jungen weist Spuren eines Gewaltverbrechens auf. Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den vermissten Fabian handelt. Ein bei Güstrow tot aufgefundener Junge war laut dem vorläufigen Obduktionsbericht vor seinem Tod Gewalt ausgesetzt. Der Rostocker Staatsanwaltschaft zufolge wurden an dem Leichnam Spuren festgestellt, die den Schluss zuließen, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Beschuldigte gab es nach letztem Stand nicht. Weitere Details könnten "aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht gegeben werden", teilte die Ermittlungsbehörde mit. Der Leichnam wurde am Dienstag bei Klein Upahl entdeckt. Zuvor war tagelang nach einem vermissten Jungen gesucht worden, dem achtjährigen Fabian. Er verschwand am 10. Oktober und wurde von seiner Mutter am Abend des gleichen Tages vermisst gemeldet. Hundertschaften der Polizei suchten anschließend vergeblich nach dem Jungen. Eine Spaziergängerin entdeckte schließlich eine Kinderleiche, etwa 15 Kilometer entfernt vom Wohnort des Grundschülers. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem toten Jungen mit hoher Wahrscheinlichkeit um Fabian handelt. Abschließend geklärt ist das allerdings weiterhin nicht. Eine DNA-Analyse soll zeitnah Klarheit bringen; das Ergebnis wird laut Staatsanwaltschaft voraussichtlich am Freitag vorliegen. Der Vermisstenfall und der Fund des toten Kindes lösten weit über Güstrow hinaus Bestürzung und Trauer aus. Am Dienstagabend nahmen Hunderte Menschen an einem Gottesdienst teil. Als Zeichen der Anteilnahme stellten sie vor der Marienkirche in Güstrow Kerzen ab und legten Plüschtiere nieder.