Datum07.08.2026 17:43
Quellewww.zeit.de
TLDRUnion-Präsident Dirk Zingler erwartet bei der Umstellung auf einen neuen Spielstil zunächst Schwierigkeiten, sieht aber langfristige Vorteile. Er verortet sein verjüngtes Team trotz neuer Trainer Mauro Lustrinelli im Abstiegskampf und freut sich auf spannende Duelle. Zingler betont die Entwicklung junger Spieler und schließt zunächst weitere Neuzugänge aus, schließt aber nicht aus, dass bei Bedarf nachgebessert wird, insbesondere in der Offensive.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Unions Zingler freut sich auf Abstiegskampf“. Union-Präsident Dirk Zingler erwartet bei der Umstellung auf einen neuen Spielstil in der Fußball-Bundesliga lediglich in der Anfangsphase Probleme für die Berliner. "Wir wären nicht überrascht, wenn es am Anfang etwas holprig ist. Der neue Spielstil birgt am Anfang mehr Risiko", sagte der 61-Jährige in einer Medienrunde am Rande des Trainingslagers im österreichischen Irdning. Aber langfristig gesehen werde sich die Umstellung auszahlen. Eine lange Umgewöhnung der Spieler erwartet Zingler aber nicht. "Natürlich kann ein Fußballer mehrere Systeme spielen, dafür ist er Profi", sagte der 61-Jährige. Und viele Spieler haben in anderen Vereinen oder in den Nationalmannschaften auch Vierer- anstatt die zuvor bei Union installierte Dreierkette gespielt: "Am Ende ist die Tabelle das Maß der Entwicklung." Die Köpenicker belegten in den vergangenen drei Jahren die Plätze 15, 13 und 11. Auch in der mittlerweile achten Spielzeit im Oberhaus verortet der Unternehmer sein Team mit dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli wieder im Abstiegskampf und freut sich auf Duelle mit dem 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach. Davon habe Zingler sein ganzes Leben lang geträumt: "Es gibt Schlimmeres." Sollte das Team auf einem anderen Niveau agieren, müsste der derzeitige Kaderwert von etwa 60 Millionen Euro verdoppelt werden. So freut sich der Präsident auf eine verjüngte Mannschaft, die zum Auftakt in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 23. August bei Zweitligist Eintracht Braunschweig antreten muss. "Wir sind so jung wie nie und bieten lieber Topbedingungen als einen Spieler für zehn Millionen Euro zu holen. Wir wollen junge Spieler durch tolle Bedingungen entwickeln", sagte Zingler über den Unioner Weg, der mit der Vertragsverlängerung mit dem 19-jährigen Dmytro Bogdanov am Nachmittag unterstrichen wurde. Trotz des Prozesses der Verjüngung sieht Zingler den Kader als nicht schlechter aufgestellt an und schloss Neuzugänge zunächst aus. "Aktuell brauchen wir sie nicht, sonst wäre der Sport auf mich zugekommen", sagte Zingler. Spielraum für Investitionen gäbe es aber, falls doch noch Bedarf bestehe, was schneller als erwartet kommen kann - vor allem in der Offensive. Am vorletzten Tag des Trainingslagers verletzte sich der dritte und bisher letzte Neuzugang Emmanuel Latte Lath bei einem Luftzweikampf und musste das Training abbrechen. Mit Andrej Ilic war bereits ein Angreifer vorzeitig abgereist, Oliver Burke blieb dem Trainingslager ganz fern. © dpa-infocom, dpa:260807-930-499608/1