Datum07.08.2026 12:20
Quellewww.zeit.de
TLDREin Unfallgutachter prüft den tödlichen Unfall eines Kindes in Bad Friedrichshall. Das Kind rannte auf die Straße und wurde von einem Auto erfasst. Die Fahrerin war langsam unterwegs und leitete eine Bremsung ein, die den Zusammenstoß nicht verhindern konnte. Nach dem Vorfall kam es zu Angriffen auf die Fahrerin, weshalb die Polizei mehrere Einsatzkräfte schickte und die Angehörigen betreute. Gegen einige Angehörige wird wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt. Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Fahrerin den Unfall hätte verhindern können.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Erste Ergebnisse“. Lesen Sie jetzt „Gutachter prüft tödlichen Unfall mit Kind“. Nachdem in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) ein Kind bei einem Autounfall gestorben ist, gibt es eine vorläufige Einschätzung eines Unfallgutachters. Das Kind war Ende Juli auf die Straße gelaufen und von einem Auto frontal erfasst worden. Nach vorläufigen Erkenntnissen soll die 59-jährige Autofahrerin mit weniger als den erlaubten 30 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein und unmittelbar vor dem Unfall eine Bremsung eingeleitet haben, wie die Polizei mitteilte. Die Bremsung konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern, da der Junge unmittelbar von links auf die Fahrbahn gerannt sein soll. Das Auto sei wenige Meter danach zum Stillstand gekommen. Während des Unfalls soll der Vater rechts und die Mutter auf der linken Seite der Fahrbahn gestanden haben. Das Kind starb noch am Unfallort. Nach dem Unfall sei es zu Angriffen von Angehörigen des Jungen gegen die Autofahrerin gekommen. Sie wurde leicht verletzt. Außerdem sei ihr Auto beschädigt worden. In einer früheren Mitteilung hatte es geheißen, dass "die Situation vor Ort emotional sehr angespannt war", weshalb die Polizei mehrere Streifenwagen entsandte. Zudem kamen Rettungskräfte zur Betreuung der Familienangehörigen zum Einsatzort. Etwa 25 Menschen seien von den Einsatzkräften in eine Halle gebracht und dort betreut worden, sagte eine Polizeisprecherin. Gegen mehrere Angehörige wird wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt. Ob und unter welchen Umständen der Unfall für die Autofahrerin vermeidbar gewesen wäre, wird weiterhin ermittelt. Nach derzeitigem Stand lägen nach Angaben der Polizei keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass die Autofahrerin den Zusammenstoß hätte verhindern können. © dpa-infocom, dpa:260807-930-497519/1