Neu konzipiert: Neuer Brandenburger Kunstpreis: Es geht um Strahlkraft

Datum07.08.2026 11:18

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburg hat seinen Kunstpreis neu konzipiert, um die Kunst im Land zu stärken. Der Preis zeichnet nun künstlerische Positionen statt Einzelwerke aus und bricht Spartengrenzen auf. Er wird alle zwei Jahre in Cottbus verliehen. Drei Einzelpreise à 10.000 Euro gingen an Maren Strack, Peter Rohn und Gabriele Konsor. Christa Jeitner erhielt 15.000 Euro für ihr Lebenswerk. Ein Nachwuchspreis ging an das Kollektiv von Lydia Schellhammer und Christ Mukenge.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neu konzipiert“. Lesen Sie jetzt „Neuer Brandenburger Kunstpreis: Es geht um Strahlkraft“. Mit einem neu aufgestellten Kunstpreis will die Brandenburger Landesregierung der Kunst im Land den Rücken stärken. "Mancherorts muss sich Kunst erklären, warum es sie überhaupt geben soll", sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) in Potsdam. Kulturelle Räume würden in manchen gesellschaftlichen Bereichen wieder enger gemacht. Der neue Preis soll künstlerische Positionen auszeichnen – und nicht einzelne Werke, führte Schüle aus. "Wir geben die alten Spartengrenzen innerhalb der Kunst auf." Kunst arbeite heute multimedial, erklärte Schüle. Der Preis soll nun alle zwei Jahre vergeben werden und am Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus als öffentliches Fest stattfinden. Es gibt eine digitale Bewerbungsplattform, auf der sich Künstler bewerben können, die in Brandenburg geboren wurden, hier leben oder ihre Kunst in Brandenburg fertigen. "Die Kunst, die bei uns entsteht, soll Strahlkraft über unser Bundesland hinaus entwickeln", sagte die Ministerin. Nach einer Pause des Preises im vergangenen Jahr waren für 2026 insgesamt 166 Bewerbungen eingegangen. Drei Einzelpreise für herausragende Positionen – mit je 10.000 Euro dotiert – gingen an Maren Strack, Peter Rohn und Gabriele Konsor. Die gebürtige Hamburgerin Strack arbeitet und lebt im Landkreis Oberhavel. Sie verbindet laut der Jury Bildhauerei, Performance, Tanz, Film und Klang zu einer eigenen künstlerischen Sprache. Der Potsdamer Rohn malt seit Jahrzehnten Motive im und um das Potsdamer Stadtbild. Seine farbintensiven Bilder schaffen "Wirklichkeitsbilder, die von fantasiereichen Traumszenarien durchzogen sind", hieß es von der Jury. Konsor fertigt im Havelland Zeichnungen, Installationen, Aktionen und Fotografien. Außerdem zeichnet der diesjährige Preis das Lebenswerk der Künstlerin Christa Jeitner mit 15.000 Euro aus. Die gebürtige Berlinerin habe sich von der klassischen Malerei verabschiedet und den Zeichentisch gegen die Nähmaschine ausgetauscht, sagte Ulrike Kremeier, Direktorin vom Landesmuseum für moderne Kunst. Ihr Werk sei "alterslos" und von hoher Qualität. Ein mit 10.000 Euro dotierter Nachwuchspreis geht an das Künstlerkollektiv von Lydia Schellhammer und Christ Mukenge. © dpa-infocom, dpa:260807-930-497125/1