Rentiere auf Spitzbergen: Ungewöhnliche Todesfälle bei Rentieren in Norwegen

Datum07.08.2026 10:09

Quellewww.zeit.de

TLDRAuf Spitzbergen sterben ungewöhnlich viele Rentiere, was norwegische Forscher beunruhigt. Bei einer Zählung wurden 13 kürzlich verendete Tiere entdeckt, darunter viele im fortpflanzungsfähigen Alter, was für die Sommersaison äußerst untypisch ist. Die genaue Todesursache ist noch unklar, und es gibt keine eindeutigen Hinweise oder konkreten Hypothesen. Forscher wollen die Entwicklung genau beobachten.

InhaltEine für den Sommer ungewöhnlich hohe Zahl von Todesfällen unter Rentieren auf Spitzbergen beunruhigt norwegische Forscher. Die Ursache ist noch unklar. Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen sind ungewöhnlich viele Rentiere unter noch ungeklärten Umständen verendet. Bei einer jährlichen Zählung seien bislang 13 kürzlich verstorbene Rentiere – elf Weibchen und zwei Männchen – in zwei Tälern gefunden worden, die rund 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt liegen, teilte das Büro des regionalen Gouverneurs mit. Die hohe Zahl der verendeten Tiere auf dem Archipel in der Arktis sei für die Sommersaison "äußerst ungewöhnlich". Es sei sehr unüblich, dass Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter und erwachsene Männchen im Sommer stürben. "Deshalb wollen wir diese Entwicklung genau beobachten", hieß es in der Mitteilung. Was den Tod der Tiere herbeigeführt haben könnte, ist bislang unklar. Das Norwegische Institut für Naturforschung (Nina) sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe "keine eindeutigen Hinweise und auch keine konkrete Hypothese", um die ungewöhnlichen Todesfälle im Sommer zu erklären. "Im Winter sterben vor allem die jüngsten und ältesten Tiere", erklärte der Forscher Vebjorn Veiberg. Die tot aufgefundenen Tiere seien jedoch in der "kräftigsten und fruchtbarsten Phase ihres Lebens".  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.