Datum07.08.2026 08:32
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Sachsen-Anhalt erfreuen sich reaktivierte „Heimatkennzeichen“ großer Beliebtheit. Über 627.000 Fahrzeuge tragen diese traditionellen Buchstabenkombinationen. Seit 2012 können Landkreise und kreisfreie Städte eigene Kennzeichen zulassen. Dies ermöglichte die Wiedereinführung von 38 eigentlich abgeschafften Kürzeln, die für viele sowohl Nostalgie als auch ein Statement darstellen. Bundesweit sind mehr als sieben Millionen Fahrzeuge mit Altkennzeichen unterwegs, wobei Moers (MO) bundesweit führt. Es gibt Pläne, die Ausgabe von Heimatkennzeichen auf weitere Kommunen auszuweiten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Autokennzeichen wie früher“. Lesen Sie jetzt „Mehr als 627.000 Fahrzeuge haben ein "Heimatkennzeichen"“. HV für Havelberg, KÖT für Köthen oder GHC für Gräfenhainichen: Reaktivierte "Heimatkennzeichen" haben in Sachsen-Anhalt eine große Anhängerschaft. Rund 627.200 Autos, Motorräder und Anhänger waren zum Stichtag 1. Januar mit den traditionellen Buchstabenkombinationen unterwegs, wie aus einer Studie der Hochschule Heilbronn hervorgeht, die auf Daten des Kraftfahrtbundesamtes basiert. Landkreise und kreisfreie Städte dürfen seit 2012 sogenannte Heimatkennzeichen auf Nummernschildern zulassen. Seitdem können sich die Sachsen-Anhalter wieder für 38 eigentlich abgeschaffte Buchstabenkombinationen entscheiden - für viele gleichzeitig Nostalgie und Statement. Am häufigsten vergeben sind den Angaben zufolge aktuell WR für Wernigerode (48.620), OK für Ohrekreis (32.155) und BTF für Bitterfeld (29.836). Schlusslicht sei WZL für Wanzleben in der Börde (3.523). Deutschlandweit sind der Studie zufolge mehr als sieben Millionen Fahrzeuge mit Altkennzeichen unterwegs. Bundesweiter Spitzenreiter ist MO für Moers mit gut 128.000 Vergaben. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 59 Millionen zugelassene Fahrzeuge mit rund 800 verschiedenen Kennzeichen. Nach dem Willen des Bundesrats könnte es künftig noch kleinteiliger zugehen, wenn weitere Kommunen mit mindestens 20.000 Einwohnern eigene Kennzeichen ausgeben sollten. Einen Beschluss hierzu hat die Länderkammer auf Antrag Hessens und Niedersachsens gefällt und zur Umsetzung an die Bundesregierung weitergegeben. Ob diese den Vorschlag umsetzt und wann das passieren könnte, ist bislang nicht bekannt. Bislang sind vor allem alte, durch Gebietsreformen weggefallene Kennzeichen wieder eingeführt worden. Dabei gab es Einschränkungen - etwa die, dass ein neuer, selbstständiger Kfz-Zulassungsbezirk gegründet werden musste. Das soll nach den Vorstellungen der Länder künftig entfallen. © dpa-infocom, dpa:260807-930-496213/1