Zahl der Studierenden steigt auf fast 2,9 Millionen: Zulauf bei Fachhochschulen, Rückgang an den Unis

Datum28.11.2025 10:16

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Zahl der Studierenden in Deutschland ist im Wintersemester 2025/2026 auf 2,88 Millionen gestiegen, was einem Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders Fachhochschulen verzeichnen Zulauf, während Universitäten Rückgänge erleben. Ein wesentlicher Faktor sind ausländische Studierende. Sondereffekte in Bayern und Sachsen beeinflussten die Erstsemesterzahlen, wobei Bayern durch weniger Abiturienten und Sachsen durch die Aufwertung einer Berufsakademie positiv abschneidet. Die Zahl der Erstsemester stieg auf 491.700, ein Zuwachs von 0,3 Prozent.

InhaltDie Zahl der Studierenden in Deutschland hat erneut leicht zugenommen. Die Entwicklung ist von Sondereffekten in Bayern und Sachsen beeinflusst – und Menschen, die aus dem Ausland an deutsche Hochschulen kommen. Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. An deutschen Hochschulen ist die Zahl der Studierenden im Wintersemester 2025/2026 leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, sind insgesamt 2.876.900 Studentinnen und Studenten an einer Hochschule eingeschrieben; 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Unterschiede zeigten sich jedoch in den Hochschularten. Minus: Plus: Die Zahl der Erstsemester stieg im Studienjahr 2025, also mit Blick auf das Sommersemester 2025 und das Wintersemester 2025/26, leicht auf 491.700. Das waren 0,3 Prozent mehr Studienanfängerinnen und -anfänger als im Vorjahr. Damit setzte sich der steigende Trend seit 2022 fort. Als wesentlicher Treiber gilt der verstärkte Zulauf von Studierenden aus dem Ausland, die an eine Hochschule in Deutschland kamen. Die Erstsemesterzahlen wurden in diesem Jahr durch zwei Sondereffekte in Bayern  und Sachsen beeinflusst: Nach der Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit in Bayern haben dort in diesem Sommer relativ wenige Schülerinnen und Schüler Abitur gemacht. Das sorgt für rückläufige Zahlen. Sachsen hingegen verzeichnet ein starkes Plus bei den Erstsemestern. Denn die sächsische Berufsakademie wurde in eine duale Hochschule umgewandelt. Damit wurden die Studiengänge aufgewertet, sodass Studierende hier nun in der Hochschulstatistik mitgezählt werden. Kein Abitur nötig, viele Fächer ohne NC: Die Internationale Hochschule verspricht Zugang zum Studium für fast alle. In wenigen Jahren hat sich die Studierendenzahl verdreizehnfacht. Ob eine Hochschule seriös so schnell wachsen kann, lesen Sie hier.