Datum07.08.2026 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Grünen kritisieren Wirtschaftsministerin Reiche für ihre Aussage über sinkende Strompreise. Fraktionsvize Verlinden wirft Reiche vor, durch den Ausbau fossiler Gaskraftwerke die Abhängigkeit von teuren Energien zu fördern und den Ausbau erneuerbarer Energien zu behindern. Die Grünen fordern einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien und Speicher als Garanten für günstige Strompreise und bemängeln die Hürden bei der Installation von Solaranlagen sowie die unzureichende Netzinfrastruktur. Reiches Erwartung sinkender Preise sieht die Partei als unredlich an.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energiepolitik“. Lesen Sie jetzt „Grüne: Reiches Politik verhindert günstige Strompreise“. Die Grünen kritisieren die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geäußerte Erwartung sinkender Strompreise als unredlich. "Sie selbst sorgt durch den weiteren Ausbau fossiler Gaskraftwerke für gefährliche Abhängigkeit von teuren fossilen Energien", sagte Fraktionsvize Julia Verlinden der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei stattdessen ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien und Speicher. "Erneuerbare sind der Garant für günstige Strompreise", meinte die Grünen-Politikerin. Kalifornien und Spanien machten vor, wie man teures Gas ersetzen könne. "Die Energieministerin verhindert günstigen Strom, wenn sie Menschen Steine in den Weg legt, die Solaranlagen auf ihren Dächern installieren wollen und wenn sie zugleich die Netzbetreiber nicht angemessen in die Pflicht nimmt, die Netze endlich fit für mehr erneuerbaren Strom zu machen", sagte Verlinden. Reiche hatte der dpa gesagt, sie rechne mittelfristig mit sinkenden Strompreisen in Deutschland - allerdings werde dies erst Mitte der 2030er Jahre spürbar werden. Die CDU-Politikerin wies außerdem Kritik zurück, mit ihren Reformplänen werde die Energiewende ausgebremst. © dpa-infocom, dpa:260807-930-495478/1