Datum06.08.2026 18:57
Quellewww.zeit.de
TLDRHunderte demonstrierten in Berlin für mehr Hitze- und Klimaschutz. Fridays for Future und weitere Organisationen forderten die Bundesregierung auf, angesichts tausender hitzebedingter Toter zu handeln. Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte Bundeskanzler Merz scharf für seine Reaktion auf die Hitzewelle und verlangte die Einberufung eines Hitzegipfels.
InhaltHunderte haben vor dem Bundeskanzleramt für mehr Klimaschutz demonstriert. Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte den Umgang der Regierung mit der Hitzewelle. Mehrere Hundert Demonstrantinnen und Demonstranten haben sich vor dem Bundeskanzleramt in Berlin für mehr Hitze- und Klimaschutz laut gemacht. Ein breites Bündnis aus Organisationen und die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" forderten die Bundesregierung zu Maßnahmen auf. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts starben in diesem Jahr bislang rund 11.900 Menschen infolge hoher Temperaturen. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte die Bundesregierung während der "Fridays for Future"-Kundgebung. Hätte eine andere Katastrophe so viele Menschenleben gefordert, wären "Himmel und Hölle in Bewegung", sagte Neubauer. Sie warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor, nicht für die Menschen in Deutschland da zu sein. Dass ihm fast 12.000 Hitzetote "kein einziges Wort wert sind, beschämt mich", sagte Neubauer. Ein breites Bündnis, zu dem auch "Fridays for Future" gehört, hatte vor dem Kanzleramt bereits am Mittag mehr Hitze- und Klimaschutz gefordert. Die 36 Organisationen aus der Zivilgesellschaft, den Kirchen und dem Umweltschutz verlangen die Einberufung eines Hitzegipfels. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.