Datum06.08.2026 18:38
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer ARD-"Deutschlandtrend" zeigt, dass die AfD ihren Vorsprung zur Union ausbaut und bundesweit bei 28 Prozent liegt, während die CDU/CSU auf 21 Prozent fällt. Die anderen Parteien bleiben stabil. Die Mehrheit der Befragten schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, obwohl fast ein Drittel eine fallweise Zusammenarbeit in Erwägung zieht. Die Umfrage spiegelt die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung wider und keine Wahlergebnisse.
InhaltWenige Wochen vor drei Landtagswahlen führt die AfD bundesweit die Umfragen an: Der ARD-"Deutschlandtrend" sieht die extrem rechte Partei bei 28 Prozent, die Union verliert weiter an Zustimmung. Die AfD vergrößert laut dem aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" ihren Vorsprung zur Union: In der Umfrage von Infratest dimap liegt die CDU/CSU bei 21 Prozent – das ist ein Prozentpunkt weniger als Anfang Juli. Die AfD gewinnt einen Prozentpunkt dazu, sie käme damit auf 28 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. SPD (12 Prozent), die Grünen (15 Prozent), die Linke (11 Prozent) und die FDP (4 Prozent) bleiben gegenüber dem Vormonat unverändert. Der Umfrage zufolge sprechen sich 27 Prozent der Befragten dafür aus, eine Zusammenarbeit mit der AfD zu suchen – dies sind jedoch vor allem Anhänger der extrem rechten Partei. 32 Prozent plädieren dafür, über eine Zusammenarbeit von Fall zu Fall zu entscheiden. 37 Prozent würden eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen. Für den "Deutschlandtrend" befragte Infratest dimap 1297 Wahlberechtigte ab 18 Jahren von Montag bis Mittwoch in dieser Woche. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. Das Institut gibt die Fehlertoleranz mit zwei bis drei Prozentpunkten an. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge. Die Politik der demokratischen Kräfte sei allein darauf ausgerichtet, die AfD zu bekämpfen. Diese sollten sich jedoch auch fragen, unter welchen Bedingungen die Partei sich politisch verändern könnte, schreibt Michael Zürn in seinem Gastbeitrag für den SPIEGEL. Hier geht es zum Artikel .