Innere Sicherheit: Bilger sieht trotz Drohnenschutz «Restrisiko» für Flughäfen

Datum06.08.2026 17:24

Quellewww.zeit.de

TLDRBundesverkehrsminister Bilger äußert sich besorgt über die Sicherheit deutscher Flughäfen angesichts von Drohnenangriffen. Trotz getroffener Schutzmaßnahmen sieht er ein "Restrisiko", da Angreifer über fortschrittliche Technologien verfügen und Flughäfen weitläufig sind. Ein Vorfall in Leipzig, bei dem Sprengstoff eingesetzt werden sollte, wird als besonders gravierend eingestuft. Die Bundesregierung hat zwar Maßnahmen ergriffen, aber ein hundertprozentiger Schutz sei laut Bilger nicht realisierbar.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Innere Sicherheit“. Lesen Sie jetzt „Bilger sieht trotz Drohnenschutz "Restrisiko" für Flughäfen“. Aus Sicht von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) gibt es trotz aller Anstrengungen keinen absoluten Schutz vor Anschlägen mit Drohnen an deutschen Flughäfen. Nach einem Telefonat mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnete er die Situation im Nachrichtensender Welt TV als "besorgniserregend".  "Die Menschen, die mit Drohnen den Flugverkehr stören wollen, wissen scheinbar genau, wie auch die Vorkehrungen mittlerweile sind, die getroffen werden können", so Bilger. Bei dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle habe man es mit einer "besonderen Eskalationsstufe" zu tun, weil dort auch Sprengstoff eingesetzt werden sollte. "Man kann froh sein, dass dort in Leipzig nicht mehr passiert ist." Die Bundesregierung sei nach den Drohnen-Vorfällen der letzten Jahre nicht untätig geblieben. "Aber klar, man muss auch immer wissen: Da besteht ein Restrisiko, weil Flughafengelände sehr groß und weitläufig sind und natürlich auch die Technologie derer, die den Flugverkehr stören wollen oder Schlimmeres sogar noch im Schilde führen, auch besser wird." © dpa-infocom, dpa:260806-930-494323/1