Ceuta: Zahl der Toten bei Ceuta steigt auf 100

Datum06.08.2026 15:12

Quellewww.zeit.de

TLDRBei dem Versuch, die spanische Exklave Ceuta zu erreichen, sind mindestens 100 Migranten ums Leben gekommen. Bis zu 5.000 Personen halten sich noch dort auf. Die EU betont die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten zur Grenzkontrolle. Ein Großteil der in der vergangenen Woche eingereisten Migranten wurde zurückgeschickt. Rund 1.000 minderjährige Migranten sind noch in Ceuta, deren Zukunft unklar ist, da spanische Behörden sie nicht wegschicken dürfen.

InhaltBei dem Versuch, auf die spanische Exklave Ceuta zu gelangen, sind mindestens 100 Menschen gestorben. Bis zu 5.000 Migranten halten sich offenbar noch immer dort auf. Bei dem Ansturm auf die Grenze im spanischen Ceuta in der vergangenen Woche ist die Zahl der Toten auf etwa 100 Menschen gestiegen. Das teilte der Regierungschef der Exklave, Juan Jesús Vivas, mit. Immer noch befänden sich zwischen 3.000 und 5.000 Migranten in Ceuta. "Eine sehr wichtige Erkenntnis aus Ceuta ist, dass wir, um Kontrolle zu haben, natürlich mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten müssen, aber solange die Kontrolle vom guten Willen eines Nachbarstaates abhängt, bleiben wir (...) verwundbar", sagte der EU-Migrationsbeauftragte Magnus Brunner angesichts der Ereignisse. In der vergangenen Woche waren etwa 72.000 Migrantinnen und Migranten schwimmend oder über Zäune kletternd nach Ceuta gelangt. Ein Großteil von ihnen ist nach Angaben der spanischen Regierung inzwischen wieder zurückgekehrt, entweder freiwillig oder weil sie von den spanischen Behörden zurückgeschickt wurden. "Nach unseren Informationen der spanischen Behörden wurde eine illegale Weiterreise ins spanische Festland und nach Europa bislang erfolgreich verhindert", teilte ein EU-Sprecher mit. Schätzungen zufolge sind etwa 1.000 der noch in Ceuta verbliebenen Migrantinnen und Migranten minderjährig. Die spanischen Sicherheitskräfte haben keine rechtliche Befugnis, um Minderjährige aus Ceuta wegzuschicken. Wie es mit ihnen weitergehen soll, ist unklar. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.