Datum06.08.2026 15:05
Quellewww.spiegel.de
TLDRFabian Reese entschuldigt sich bei Hertha-Fans für seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg. Er bedauert, falls sein Abgang das Vertrauen in Fußballromantik erschüttert hat. Reese betont, dass interne Gründe wie Sparmaßnahmen bei Hertha und seine veränderte sportliche Perspektive den Wechsel beeinflussten. Er blickt trotz der Kontroverse positiv auf seine Zeit in Berlin zurück und hofft, in Wolfsburg eine erfolgreiche Mannschaft mitgestalten zu können, um seine Bundesliga-Ambitionen zu verwirklichen.
InhaltFabian Reese galt bei Hertha BSC als Identifikationsfigur. Dass der Offensivspieler nun innerhalb der zweiten Liga zum VfL Wolfsburg wechselte, nehmen ihm viele Fans übel. Nun äußert sich der Offensivspieler. Fabian Reese hat nach seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg Verständnis für die Enttäuschung mancher Fans gezeigt und um Entschuldigung gebeten. "Wenn jemand wegen meines Wechsels das Vertrauen in Fußballromantik verloren hat, dann tut mir das aufrichtig leid", sagte der 28-Jährige in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" . Der Offensivspieler hatte im Sommer 2025 noch seinen Vertrag bei Hertha bis 2030 verlängert, nach dem verpassten Aufstieg verließ er den Club jedoch ein Jahr später. Er könne nachvollziehen, dass sein Abschied kontrovers aufgenommen werde, wenn man "von außen auf diese Entwicklung blickt und keine Interna kennt". Es könne der Eindruck entstehen, "als würde mich mein Geschwätz von gestern nicht mehr interessieren. Aber so ist das nicht", betonte Reese. Während seiner Zeit bei Hertha entwickelte sich Reese zu einer Identifikationsfigur. Als er im Sommer 2024 trotz Angeboten aus der Bundesliga in Berlin blieb, verkündete er das auf Instagram. Er schrieb: "Ich kann hier nicht weg. Streich das. Ich will hier nicht weg, denn wir sind hier noch nicht fertig." Wenig später bot er auf seiner eigenen Website ein T-Shirt zum Verkauf an, auf dem er in verschiedenen Jubelposen zu sehen war – mit dem Slogan: "Ich bin hier noch nicht fertig." In Wolfsburg unterschrieb Reese ebenfalls bis 2030. Die Reaktionen auf seine Person hätten ihn getroffen, "alles andere wäre gelogen", sagte er. Dass sein Wechsel "mal so ein Politikum werden würde", habe er "wirklich nicht kommen sehen". Besonders ein Vorstellungsinterview auf der Vereinsplattform "Wölfe TV" sorgte nach Bekanntwerden des Transfers für Kritik in sozialen Netzwerken. Reese hatte dort gesagt, ihn hätten die Werte überzeugt, die der Verein, die Menschen – und auch der Sponsor Volkswagen – vertreten. Im Interview mit der "SZ" erklärte Reese seinen Wechsel nun damit, dass ihm gesagt worden sei, Hertha wolle Geld sparen, und ihm ein Transfer nahegelegt worden sei. "Ich war ja nicht der einzige Spieler, der verkauft wurde. Und auch meine sportliche Perspektive hatte sich dadurch erheblich verändert", sagte er. Trotz der Trennung blicke Reese mit großer Verbundenheit auf seine Zeit bei Hertha zurück: "Berlin war das bislang schönste Kapitel meines Lebens." In Wolfsburg wolle er nun eine Mannschaft mitprägen, "die füreinander einsteht, die kämpft, die mögliche Erfolge gemeinsam feiert". Für ihn stehe weiter das Ziel an erster Stelle, "dass ich Bundesliga spielen will. Beim VfL sehe ich hierfür die langfristig besten Voraussetzungen."