Datum06.08.2026 14:23
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs Kulturministerin Manja Schüle warnt vor dringenden Klimaanpassungen für historische Gartenanlagen. Dürre, Brände und Überschwemmungen bedrohen diese Kulturdenkmale. Ein fünfköpfiges Team erfasst und analysiert klimabedingte Schäden für 1,5 Millionen Euro, um widerstandsfähigere Strategien zu entwickeln. Ziel ist die Sicherung der identitätsstiftenden Grünflächen auch für die Zukunft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Besuch in Gartenanlagen“. Lesen Sie jetzt „Ministerin warnt vor Klimaschäden in historischen Gärten“. Brandenburgs historische Gärten und Parkanlagen stehen vor dringenden Klima-Anpassungen. "Diese Orte sind in Gefahr", sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) in Baruth. Dürre, Brände und Überschwemmungen seien die am einfachsten sichtbaren Erscheinungsformen des Klimawandels. Die Mitarbeiter in den Parks könnten seit Jahren beobachten, wie die Bäume nach und nach ihre Kraft verlören. Die Gartendenkmale stünden vor der Herausforderungen, Antworten auf Extremwetterereignisse, Trockenheit und veränderte Vegetationsbedingungen zu finden. Es brauche "neue Strategien", um die Anlagen widerstandsfähiger zu machen. "Parks sind nicht nur schöne Kulissen", schob der Minister für Städteplanung, Robert Crumbach (SPD), nach. Sie prägten die Identität ganzer Regionen. Ihr Erhalt sei schwierig – "auch im finanziellen Sinne". Derzeit arbeitet ein fünfköpfiges Team daran, die klimabedingten Schäden in den Gartenanlagen systematisch zu erfassen und Maßnahmen zu erarbeiten. Rund 1,5 Millionen Euro lässt sich das Land Brandenburg die Arbeit der Wissenschaftler kosten. "Wir nutzen jetzt die Sommermonate, um zu erfassen", sagte Christin Herrmann, die Leiterin des Projekts. In den Wintermonaten sollen die erfassten Schäden ausgewertet werden. "Im Anschluss des Projekts werden die Daten aufgearbeitet und dann müssen wir mal schauen, wie wir dann auf die Kommunen zugehen." © dpa-infocom, dpa:260806-930-492940/1