Vandalismus an Schulen: Nachbarschaft soll beim Schutz von Hamburgs Schulen helfen

Datum06.08.2026 11:23

Quellewww.zeit.de

TLDRHamburg setzt verstärkt auf die Nachbarschaft, um seine Schulen vor Vandalismus und Einbrüchen zu schützen. Angesichts zahlreicher Vorfälle, darunter über 40 Einbruchsversuche seit Jahresbeginn, reichen Videokameras und Wachdienste allein nicht aus. Schulsenatorin Bekeris betont die Wichtigkeit des direkten Umfelds und der Schulgemeinschaften. Die Stadt verstärkt bereits Sicherheitsmaßnahmen und bittet die Bevölkerung um Wachsamkeit.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vandalismus an Schulen“. Lesen Sie jetzt „Nachbarschaft soll beim Schutz von Hamburgs Schulen helfen“. Nach einer Serie von Einbrüchen und Fällen von Vandalismus an Hamburgs Schulen setzt die Stadt zum Schutz der Bildungseinrichtungen auch auf Hilfe aus der Bevölkerung. Nicht überall könnten Videokameras installiert werden und auch Wachdienste würden nur bedingt helfen, sagte Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD). "Daher kommt es auch auf die Nachbarschaft einer Schule an, das direkte Umfeld." Die Schulgemeinschaften selbst seien ebenfalls gefragt, "denn manchmal sind es auch ältere oder ehemalige Schüler, die für Schmierereien oder Vandalismus verantwortlich sind".  Angaben der Finanzbehörde zufolge wurden allein seit Jahresbeginn über 40 Einbruchsversuche an Hamburger Schulen gemeldet – zuletzt vor allem aus Lokstedt und Bergedorf. In einem Fall sei es auch zu einer Brandstiftung gekommen.  Mehrfach sei nicht nur Eigentum der Schule entwendet worden, sondern auch erheblicher Schaden durch Vandalismus entstanden. Diese reichten von demolierten Türen und Fenstern bis hin zu Wasserschäden und unbenutzbaren Küchen- und Mensabereichen. Nach Behördenangaben wurden die Sicherheitsmaßnahmen bereits erhöht, etwa durch den Einbau von Alarmanlagen. Wachdienste hielten zudem besonders gefährdete Standorte im Blick. Auch Polizeibeamte in Zivil kämen dort verstärkt zum Einsatz, hieß es.  "Als Bildungsbau Hamburg haben wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Polizei Hamburg zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheit an unseren Schulstandorten weiter zu erhöhen", sagte die Sprecherin der Geschäftsführung von Schulbau Hamburg, Mandy Herrmann. Jedes Jahr nehme die Stadt viele Millionen Euro für den Schulbau in die Hand. "Blinde Zerstörungswut, Vandalismus und Einbrüche verfolgen wir daher mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). "Und wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, wachsam zu sein und die Augen aufzuhalten." © dpa-infocom, dpa:260806-930-491761/1