Durch Frankfurt radeln: Bunter Fahrradkorso für mehr Sichtbarkeit von Frauen

Datum06.08.2026 09:11

Quellewww.zeit.de

TLDRDer "Fancy Women Bike Ride" in Frankfurt zielt darauf ab, Frauen zum Radfahren zu ermutigen und ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. Die friedliche Ausfahrt fördert Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Lebensfreude. Die Initiative, die 2013 in Izmir begann, lädt ausdrücklich alle Menschen zur Teilnahme ein, betont jedoch die Wichtigkeit der Solidarität und Diversität. Der Korso wird langsam gefahren, um soziale Interaktion zu ermöglichen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Durch Frankfurt radeln“. Lesen Sie jetzt „Bunter Fahrradkorso für mehr Sichtbarkeit von Frauen“. Wenn am Samstag bunt geschmückte Fahrräder durch die Frankfurter Innenstadt rollen, geht es um mehr als eine fröhliche Ausfahrt. Beim ersten "Fancy Women Bike Ride" (auf Deutsch "Ausgefallene Fahrradtour für Frauen") wollen die Teilnehmerinnen und ihre Unterstützer Frauen zum Fahrradfahren ermutigen und sie im Straßenverkehr sichtbarer machen. "So ein bisschen feministische Selbstermächtigung", beschreibt Mitorganisatorin Helga Hofmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hessen das Anliegen. 100 bis 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind für den Fahrradkorso angemeldet, wie das Frankfurter Ordnungsamt mitteilte. Die Tour stehe für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Lebensfreude im öffentlichen Raum, sagt Hoffmann. "Es geht uns darum, die Sichtbarkeit von Frauen im Stadtbild zu erhöhen, auch Migrantinnen einzuladen mitzuradeln, die ja sonst relativ wenig auf dem Fahrrad unterwegs sind."  Seinen Ursprung hatte die Aktion 2013 im türkischen Izmir. Zwei Freundinnen organisierten dort eine gemeinsame Ausfahrt, um Frauen im Straßenverkehr sichtbarer zu machen, wie auf der Internetseite der Bewegung beschrieben wird. Aus der Idee entwickelte sich eine weltweite Initiative.  "So ein Stück weit steckt dahinter auch ein Solidaritätsgedanke. Und eben auch eine Offenheit für Diversität", sagt Hofmann. Eingeladen seien alle Menschen, ganz unabhängig von ihrer Identität, sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts. Auch Familien mit Kindern dürfen mitfahren. Männer sind auch willkommen, "wenn sie das Anliegen respektieren und sich nicht in den Vordergrund drängen", betont Hofmann. Ab 13.00 Uhr können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fahrräder am Goetheplatz gemeinsam schmücken. Um 14.00 Uhr sind Redebeiträge geplant, anschließend starte der Korso auf die rund 14,6 Kilometer lange Strecke. "Es ist kein sportliches Event", sagt Hofmann - es werde bewusst langsam gefahren. "Man soll auch noch Zeit haben, auf dem Fahrrad nebenher mit der Freundin, die mitfährt, zu reden und zu quatschen." © dpa-infocom, dpa:260806-930-490926/1