Datum16.10.2025 11:00
Quellewww.zeit.de
TLDREine Umfrage des Finanzierungsvermittlers Interhyp zeigt wachsenden Frust über den Wohnungsmarkt in Deutschland. 80 Prozent der 1.505 Befragten möchten langfristig in ihrer Wohnung bleiben, doch 60 Prozent können sich keine andere leisten. 63 Prozent empfinden den Markt als blockiert, und 60 Prozent sehen Wohnraum als knapp an. Ein Großteil der Mieter strebt Eigentum an, viele wünschen sich jedoch niedrigere Immobilienpreise und Kreditzinsen. Wohnen hat für 97 Prozent der Befragten eine hohe Priorität.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fehlende Wohnungen“. Lesen Sie jetzt „Interhyp-Umfrage: Wachsender Frust über den Wohnungsmarkt“. Der Wohnungsmangel in Deutschland löst nach einer Umfrage des Finanzierungsvermittlers Interhyp mittlerweile bei vielen Menschen Frustration aus. Einerseits würden zwar 80 Prozent der 1.505 Befragten gern langfristig in der jetzigen Wohnung bleiben - doch sechzig Prozent sagten auch, dass sie sich gar keine andere Wohnung leisten könnten, wie das Münchner Unternehmen mitteilte. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) empfinden den Immobilienmarkt demnach als schwierig beziehungsweise wie blockiert. Und knapp 60 Prozent beklagten, dass der Wohnraum in Deutschland knapp sei. Interhyp gibt seit 2011 für seine regelmäßigen "Wohntraumstudien" repräsentative Umfragen in Auftrag. In der neuen Ausgabe befragte das Rheingold-Institut 1.505 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zusammengesetzt aus gut 850 Mietern und 650 Eigentümern. Zwei Drittel der befragten Mieter wären demnach gerne Eigentümer. Doch für drei Viertel davon (75 Prozent) wären niedrigere Immobilienpreise die Voraussetzung, und für mehr als die Hälfte (53 Prozent) auch niedrigere Kreditzinsen. Auch in der Serie von Krisen der vergangenen Jahre haben sich die Wohnwünsche der Bevölkerung in den vergangenen Jahren wenig verändert, diese sind demnach lediglich etwas bescheidener geworden. 54 Prozent würden laut Umfrage gern in einem freistehenden Einfamilienhaus wohnen, 2018 waren es noch 60 Prozent. Ganz allgemein steht das Wohnen laut Umfrage auf Platz zwei der privaten Prioritäten: 98 Prozent ist demnach die Gesundheit wichtig, 97 Prozent ein schönes Zuhause. Karriere und Beruf sind im Vergleich dazu nur für 54 Prozent von großer Bedeutung. © dpa-infocom, dpa:251016-930-168763/1