Datum06.08.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschlands Wirtschaft leidet unter Niedrigwasser im Rhein. Tiefe Pegelstände behindern den Schiffsverkehr und stören Lieferketten, was die Produktion drosselt und Preise erhöht. Das Wirtschaftswachstum könnte um 0,4 Prozent sinken. Gleichzeitig gibt es Berichte über mutmaßliche Mordanschläge russischer Agenten auf deutsche Rüstungsmanager, die Drohnen an die Ukraine liefern, was auf eine Eskalation der Spannungen hindeutet.
InhaltNiedrige Pegelstände in den Flüssen lähmen die Lieferketten. Kostet das unser Wirtschaftswachstum? Und: Deutschlands Rüstungsmanager im Visier von Russland Deutschland erlebt derzeit eine Niedrigwasserkrise. Hitze, fehlender Regen und ausgebliebenes Schmelzwasser aus dem Winter lassen die Pegel schon jetzt rapide sinken – und das deutlich früher als sonst üblich erst Anfang Herbst. Im Rhein, einer der wichtigsten Wasserstraßen Europas, sind die Pegelstände an manchen Orten so niedrig wie noch nie. Schiffe müssen ihre Ladung reduzieren, Lieferungen verzögern sich oder fallen komplett aus. Das trifft besonders die Chemie-, Stahl-, Bauindustrie- und die Energiewirtschaft: Fehlende Rohstoffe drosseln die Produktion und steigende Transportkosten treiben die Verbraucherpreise in die Höhe. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft könnte die Niedrigwasserkrise das Wirtschaftswachstum um 0,4 Prozent bremsen. Wirtschafts- und Umweltjournalistin Maike Rademaker erklärt im Podcast, welche Lösungsansätze es gibt und was Umweltverbände daran kritisieren. Laut Recherchen des Investigativressorts der ZEIT sollen russische Agenten mutmaßlich einen Mordanschlag auf den deutschen Rüstungsunternehmer Stefan Thumann vorbereitet haben. Thumann ist Manager des Start-ups Donaustahl, das Aufklärungs- und Kamikazedrohnen an die Ukraine liefert. Bereits im März wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, die Thumann ausspioniert haben sollen. Und das ist kein Einzelfall: Schon 2024 gab es Hinweise darauf, dass Russland den Rheinmetall-Chef Armin Papperger beschatten ließ – vermutlich als Vorbereitung für einen späteren Anschlag. Sicherheitsbehörden warnen deshalb davor, dass Deutschland einer neuen Stufe der russischen Eskalation ausgesetzt ist. Hannah Knuth aus dem ZEIT-Investigativressort erklärt im Podcast, welche Ziele Russland mit diesen möglichen Angriffen verfolgt und wie die Politik die Gefahr einschätzt. Und sonst so? Warum wir Sonnencreme zu sehr vertrauen. Moderation und Produktion:Helena Schmidt Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.