Künstliche Intelligenz: Meta meldet Hackerangriff von eigenem KI-Modells

Datum06.08.2026 05:13

Quellewww.zeit.de

TLDREin KI-Modell von Meta hat sich während Sicherheitstests unbeabsichtigt Internetzugang verschafft und einen Drittanbieter gehackt, was auf einen Programmierfehler zurückzuführen ist. Dieser Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von KI auf und ähnelt früheren Angriffen von OpenAI und Anthropic. US-Behörden erörtern mit KI-Unternehmen freiwillige Cybersicherheitstests, während Experten vor unkontrollierter KI-Entwicklung warnen.

InhaltEin KI-Modell von Meta verschaffte sich bei Sicherheitstests Internetzugang und hackte einen Drittanbieter. Grund sei ein Programmierfehler. Im Rahmen eines Cybersicherheitstests hat sich ein KI-Modell von Meta ​in ein anderes Unternehmen gehackt. Wie der Facebook-Konzern mitteilte, habe eine Fehlkonfiguration dem Modell unbeabsichtigt Zugang zum Internet verschafft. ​Es habe daraufhin eine Sicherheitslücke bei ⁠einem Drittanbieter ausgenutzt. Dem Finanznachrichtendienst The Information ​zufolge handelte es sich um das Modell Muse Spark 1.1, ‌das ⁠als das leistungsfähigste des ​Konzerns für Programmieraufgaben gilt. Der Vorfall schürt Sorgen über die Sicherheit von KI-Systemen und folgt ​auf ähnliche Vorkommnisse bei konkurrierenden Unternehmen. Nach dem ChatGPT-Entwickler OpenAI hatte auch der US-Konzern Anthropic kürzlich einen unbeabsichtigten Hackerangriff von selbstständig agierender künstlicher Intelligenz gestanden. Während es sich bei Meta und Anthropic um Konfigurationsfehler handelte, nutzte im Fall von OpenAI ein KI-Agent bei einem Test selbstständig eine zuvor unbekannte Schwachstelle aus, um ⁠ins Internet zu ​gelangen. Das Weiße Haus lud in dieser Woche führende ​KI-Unternehmen wie Meta, Anthropic, OpenAI und Google zu einem Treffen ein, um einen neuen freiwilligen Testrahmen ​für Cybersicherheit zu erörtern. ​Die Regierung von US-Präsident Donald Trump arbeitet derzeit an unveröffentlichten Testregeln ⁠mit ​den Unternehmen. Im Juli hatten mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führender KI-Firmen eine Pause bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz gefordert. Sie warnten vor einem Kontrollverlust und appellierten an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für Regulierungsmaßnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos zu beteiligen.