Vorwurf illegaler Preisabsprachen: Drei US-Firmen müssen 53 Millionen Eier spenden

Datum06.08.2026 04:25

Quellewww.spiegel.de

TLDRDrei US-amerikanische Eierproduzenten müssen wegen illegaler Preisabsprachen 53 Millionen Eier spenden. Die Staatsanwaltschaft von New York wirft den Unternehmen vor, über Jahre hinweg die Eierpreise zum eigenen Vorteil manipuliert zu haben. Die Spende von Millionen Eiern an gemeinnützige Organisationen ist Teil einer Einigung, die auch die Zahlung von 3,3 Millionen Dollar an betroffene Bundesstaaten beinhaltet. Dieses Vorgehen soll die Folgen der illegalen Preisabsprachen mildern.

InhaltEierpreise sind in den USA ein hochsensibles Thema. Drei Großproduzenten wurde vorgeworfen, sich dabei illegalerweise abgesprochen zu haben. Sie einigten sich mit der Justiz – und liefern jetzt im großen Stil. Wegen des Vorwurfs der illegalen Preisabsprache müssen drei Großproduzenten in den USA insgesamt 53 Millionen Eier an Ausgabestellen für kostenlose Lebensmittel spenden. Die Staatsanwaltschaft von New York hatte diese grundsätzliche Einigung zwischen der Justiz und den drei Konzernen bereits Ende Juni mitgeteilt . Am Mittwoch verkündete Generalstaatsanwältin Letitia James, die zweite Eierlieferung in dem Bundesstaat sei abgeschlossen: 23.400 Packungen seien an die gemeinnützige Organisation Foodlink in Rochester gegangen; von dort würden die Eier nun an Familien in der Region verteilt. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. James hatte den Unternehmen Cal-Maine Foods, Versova und Hickman’s Egg Ranch vorgeworfen, über Jahre hinweg illegale Absprachen zur Beeinflussung der Eierpreise getätigt zu haben. Der Zeitraum soll sich von Juni 2022 bis März 2025 erstreckt haben. "Es ist unverantwortlich, dass diese Unternehmen sich zum Nachteil hart arbeitender New Yorker verschworen haben, um die Eierpreise in die Höhe zu treiben – nur um sich selbst zu bereichern", erklärte  die Generalstaatsanwältin. "Die Rechtslage ist eindeutig: Preisabsprachen jeglicher Art werden weder in New York geduldet, noch im gesamten Land." Die drei Unternehmen wurden von einem Bündnis von 17 Bundesstaaten juristisch verfolgt. In der erzielten Einigung sagten Cal-Maine Foods, Versova und Hickman’s Egg Ranch nicht nur die Spende von 53 Millionen Eiern zu. Sie erklärten sich zudem zur Zahlung von 3,3 Millionen Dollar (gut 2,9 Millionen Euro) an betroffene Bundesstaaten bereit. Außerdem stimmten sie zu, mit den Aufsichtsbehörden der einzelnen Bundesstaaten zusammenzuarbeiten, um künftige Rechtsverstöße zu verhindern. Die Eierpreise sind in den USA ein hochsensibles Thema: Sie gelten als Sinnbild für steigende Lebenshaltungskosten (mehr dazu erfahren Sie hier ).