Datum06.08.2026 04:15
Quellewww.zeit.de
TLDRSchülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz lehnen ein generelles Handyverbot ab. Sie fordern stattdessen eine stärkere Medienbildung und gemeinsame Regeln. Bildungsministerin Eiling-Hütig plant ein Verbot der privaten Handynutzung bis zur 10. Klasse ab 2026/27. Die Landesschülervertretung (LSV) betont die Notwendigkeit, den Umgang mit digitalen Medien zu lehren, und fordert mehr Unterstützung für die psychische Gesundheit sowie Investitionen in die schulische Digitalisierung und Infrastruktur.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildung“. Lesen Sie jetzt „Schülerinnen und Schüler gegen generelles Handyverbot“. Die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz sind gegen ein generelles Handyverbot an Schulen. Ein pauschales Verbot greife zu kurz und ersetze keine pädagogischen Konzepte, sagte eine Sprecherin der Landesschülerinnen- und Landesschülervertretung (LSV). Die Kinder und Jugendlichen müssten lernen, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen. Dafür brauche es eine stärkere Verankerung von Medienbildung und klare, gemeinsam entwickelte Regeln an Schulen. Zum neuen Schuljahr 2026/27 drohen strengere Regeln für die Nutzung von Smartphones. Nach den Plänen von Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) soll mindestens bis zum Ende der 10. Klasse für die Schülerinnen und Schüler ein Verbot der privaten Handynutzung während der Schulzeit gelten. Dabei geht es der Ministerin um die private Nutzung während der Schulzeit und damit auch für die Pausen sowie die Wege auf dem Schulgelände zu den Klassenräumen. Was das konkret für das am Montag startende neue Schuljahr bedeutet, will die CDU-Politikerin auf einer Pressekonferenz am Donnerstag erläutern. Die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sollte nach Ansicht der LSV stärker berücksichtigt werden. Leistungsdruck, Prüfungsbelastungen und persönliche Herausforderungen gehörten für viele junge Menschen zum Schulalltag. Mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote, eine bessere Ausstattung mit Schulsozialarbeit und Schulpsychologie seien erforderlich. Nachholbedarf gebe es auch bei der Digitalisierung sowie der Infrastruktur der Schulen. Digitale Bildung funktioniere nur mit zuverlässigem WLAN, moderner Ausstattung, funktionierenden Endgeräten sowie gut ausgestatteten Schulgebäuden. Investitionen dafür sind keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern eine grundlegende Voraussetzung für zeitgemäße Bildung, mahnt die Interessenvertretung der Schülerinnen und Schüler. © dpa-infocom, dpa:260806-930-490042/1