SpaceX: Schrottteil von SpaceX-Rakete auf Mond eingeschlagen

Datum06.08.2026 02:45

Quellewww.zeit.de

TLDREin vier Tonnen schweres Schrottteil einer SpaceX Falcon 9 Rakete ist auf dem Mond eingeschlagen. Dies bestätigte die Europäische Südsternwarte (ESO) mittels ihres Very Large Telescope. Die Raketenstufe war im Januar 2025 auf dem Weg zu einer Mondmission von ihrem Kurs abgekommen. Obwohl die Einschlagstelle noch nicht offiziell bestätigt ist, sind solche Vorfälle relevant für zukünftige Mondmissionen, insbesondere im Hinblick auf die Errichtung von Basen und die Problematik von Weltraumschrott.

InhaltDie Falcon 9 hatte vergangenes Jahr zwei Mondlandegeräte ins All befördert. Nun wurde bestätigt, dass ein vier Tonnen schweres Teil der Rakete auf dem Mond aufschlug. Ein vier Tonnen schweres Schrottteil einer SpaceX-Rakete ist Wissenschaftlern zufolge auf dem Mond eingeschlagen. Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte (ESO) teilte mit, dass sie mithilfe ihres hochentwickelten Very Large Telescope (VLT) entsprechende Spektrallinien entdeckt habe. Der Aufprall habe sich genauso ereignet wie erwartet. Die SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 hatte im Januar 2025 zwei Mondlandegeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All. Durch "eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft" sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen, sodass es unbeabsichtigt auf den Mond zusteuerte, sagte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sowie die südkoreanische Raumfahrtagentur hatten zuvor angekündigt, mit ihren Weltraumsonden Fotos von der Einschlagstelle aufnehmen zu wollen. Bis zur Übermittlung der Bilder könnte es aber mehrere Tage dauern – eine offizielle Bestätigung von dieser Seite steht also noch aus. Die Nasa will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig. Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen.