Vor Berlin-Wahl: Schwerdtner macht Enteignungen zur Bedingung für Koalition

Datum06.08.2026 01:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Linken-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner macht Enteignungspläne für große Wohnkonzerne zur Bedingung für eine Koalitionsbeteiligung in Berlin. Sie betont, dass dies ein Kernanliegen der Partei sei, um die Mietpreise langfristig zu stabilisieren. Schwerdtner sieht darin auch eine Übereinstimmung mit der SPD, doch der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach lehnt Enteignungen ab. Die Linke hat die Vergesellschaftung gegen Entschädigung im Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor Berlin-Wahl“. Lesen Sie jetzt „Schwerdtner macht Enteignungen zur Bedingung für Koalition“. Die Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, hat Enteignungspläne ihrer Partei zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung in Berlin gemacht. "Das ist für uns ganz klar: Es wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden", sagte sie im Podcast "5-Minuten-Talk" des "Stern". "Das ist für uns gar keine Frage. Das kann ich Ihnen sehr sicher sagen."  Die Linke in Berlin hat eine Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne gegen Entschädigung in ihrem Programm für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September. "Wir müssen einen Teil der Wohnungen wieder der Marktlogik entziehen, um den Mietpreis wirklich langfristig zu senken oder zumindest stabil zu halten", sagte Schwerdtner dazu.  "Das sehen auch ganz viele Sozialdemokraten so", fügte sie mit Blick auf einen potenziellen Koalitionspartner hinzu. "Das ist ein ursozialdemokratisches Vorhaben." Allerdings hat der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach deutlich gemacht, dass seine Partei keine Enteignungen mittragen würde. © dpa-infocom, dpa:260805-930-489749/1