Schon ein Todesfall: Legionellen in Basel - Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung

Datum05.08.2026 19:11

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Basel ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung nach einem Legionellen-Ausbruch. 26 Personen erkrankten, eine starb. Als Ausbruchsherd gilt ein kontaminierter Kühlturm. Legionellen können durch Wasserdampf übertragen werden und grippeähnliche Symptome bis hin zu Lungenentzündungen verursachen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schon ein Todesfall“. Lesen Sie jetzt „Legionellen in Basel - Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung“. Nach einem besonders großen Legionellen-Ausbruch in der Schweizer Stadt Basel ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung. Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt nahm die Ermittlungen laut Mitteilung auf. "Aufgrund des laufenden Strafverfahrens können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden." In den vergangenen zwei Wochen sind nach früheren Angaben der Schweizer Behörden 26 Menschen an der Legionärskrankheit erkrankt, eine Person davon ist gestorben. Wie das Gesundheitsdepartement weiter mitgeteilt hatte, ist der wahrscheinlichste Ausbruchsherd mittlerweile stillgelegt: ein mit Wasser betriebener Kühlturm auf dem Dach eines Gebäudes.  Das Wasser sei mit Legionellen kontaminiert gewesen. Diese Bakterien können bei Menschen grippeartige Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen auslösen. Ideale Wachstumsbedingungen finden Legionellen bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad. Anlagen wie die beanstandete stoßen Wasserdampf aus, der je nach Wetterlage und Windverhältnissen in einem größeren Umkreis verbreitet wird. "Wenn Anwohnende die Wassertröpfchen einatmen, können sie sich anstecken", so das Departement. Klimaanlagen und Wärmepumpen, die in Privathaushalten gebräuchlich seien, seien nicht betroffen. In Deutschland erkrankten zuletzt mehr als 2.000 Menschen an der Legionärskrankheit, wobei größere Ausbrüche selten sind. 2024 verstarben laut Robert Koch-Institut 104 Patienten, 2023 verstarben 115 Menschen. © dpa-infocom, dpa:260805-930-489191/1