Nachrichtenpodcast: Aufstand gegen das Rentenpaket

Datum05.08.2026 18:19

Quellewww.zeit.de

TLDRSieben Ministerpräsidenten protestieren gegen die geplante Abschaffung der "Rente mit 63", die durch das neue Rentenpaket der Regierung gefährdet wird. Sie befürchten negative Auswirkungen auf Ostdeutschland. Zudem wurden Mitglieder einer rechtsextremen Terrorgruppe wegen Anschlagsplänen verurteilt, wobei Jugendstrafrecht die Strafen milderte. Am Flughafen Leipzig/Halle wurde möglicherweise ein Drohnenanschlag auf ein ukrainisches Transportflugzeug vereitelt.

InhaltSieben Länderchefs protestieren gegen die geplante Abschaffung der Rente mit 63. Gefährdet das die Rentenreform? Und: Urteil im Prozess gegen Rechtsterroristen Die Ministerpräsidenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (allesamt CDU) fordern, die sogenannte Rente mit 63 beizubehalten. Sie argumentieren, dass die ostdeutschen Bundesländer von einer Abschaffung besonders stark betroffen wären. Inzwischen haben sich vier SPD-Ministerpräsidenten ihrer Forderung angeschlossen. Ende Juni hatte die Regierungskoalition ein Rentenpaket mit 33 Maßnahmen verabschiedet, das die Finanzierung der Rente sichern soll. Ein zentraler Punkt ist die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Sie ist derzeit zwar erst ab einem Alter von 64 Jahren und sechs Monaten möglich, wird aber weiterhin meist "Rente mit 63" genannt. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kostet die 2014 eingeführte Sonderregelung zehn Milliarden Euro pro Jahrgang. Würde das Rentenpaket auch ohne die Abschaffung der Rente mit 63 funktionieren? Das beantwortet der stellvertretende Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT, Kolja Rudzio. Sieben Mitglieder und ein Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle" sind heute vom Hanseatischen Oberlandesgericht zu Haftstrafen zwischen eineinhalb und fünf Jahren verurteilt worden. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wollte die Gruppe einen "Rassenkrieg" provozieren. Sie soll mehrere Brandanschläge auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen geplant und verübt haben. Das Gericht verurteilte die Angeklagten unter anderem wegen versuchten Mordes, Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Dass die Strafen nicht höher ausfielen, liegt am Jugendstrafrecht: Die Angeklagten waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 21 Jahre alt. Christoph Heinemann aus dem Politikressort hat den Prozess verfolgt. Im Podcast ordnet er ein, was diese junge Gruppe so gefährlich gemacht hat und ob das Urteil der Bedrohung gerecht wird. Außerdem im Update: Am Flughafen Leipzig/Halle ist möglicherweise ein Anschlag mit einer Drohne verhindert worden. Nach Informationen der ZEIT entdeckte eine Reisegruppe kurz vor Mitternacht in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs eine mit Sprengstoff beladene Drohne. Daraufhin wurde der Luftraum über dem Flughafen gesperrt. Wer die Drohne gesteuert hat und was genau geplant war, ist noch unklar. Die Polizei prüft nach Informationen der ZEIT unter anderem, ob Russland einen Angriff auf ukrainisches Militärmaterial in Deutschland veranlasst haben könnte. Und sonst so? Gratis Eis im Freibad für Note 6 im Zeugnis. Moderation und Produktion:Mounia Meiborg Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.